16. Jun 2021   Steuer

Deloitte: Mode- und Luxusbranche erwartet Aufwärtstrend

Orsolya Hegedüs ©Deloitte / feelimage

Studie. Laut einer Umfrage von Beratungsunternehmen Deloitte bleibt die Mode- und Luxusbranche für Investoren trotz Corona-Krise attraktiv.

Während die Pandemie in der Reise- und Gastronomiebranche deutliche Spuren hinterlässt, ist bei den abgeschlossenen M&A-Deals in der globalen Mode- und Luxusbranche im Vergleich zum Vorjahr sogar ein Wachstum zu verzeichnen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie von Deloitte.

Laut Umfrage blicken die Investoren positiv in die Zukunft und erwarten eine Umkehr des Negativtrends sowie erneutes Wachstum im Luxusgütermarkt bis spätestens Ende 2022:

  • 64 % glauben an eine Umkehr des aktuellen Negativtrends bis Ende 2022,
  • 36 % rechnen bereits bis Ende 2021 mit einem Aufschwung.
  • Rund 94 % der Befragten gehen davon aus, dass eine vollständige Erholung auf Vorkrisenniveau bis spätestens in drei Jahren zu schaffen ist.

„Im Luxusgütermarkt steckt trotz Krise nach wie vor viel Potenzial. So wollen 42 % der Private-Equity-Fonds noch in diesem Jahr sicher oder sehr wahrscheinlich in den Mode- und Luxusmarkt investieren. Der Sektor Kleidung und Accessoires ist für die Investoren das beliebteste Segment, gefolgt von Kosmetika und Düften“, so Orsolya Hegedüs, Partnerin bei Deloitte Österreich.

Leichter Anstieg der M&A-Transaktionen

Im Jahr 2020 gab es in der Branche weltweit mit 277 abgeschlossenen M&A-Deals 6 Transaktionen mehr als im Vorjahr. Dieses Wachstum wurde vor allem vom Segment der persönlichen Luxusgüter angetrieben:

  • Der Bereich Kleidung und Accessoires verzeichnete ein Plus von 13 Deals im Vergleich zu 2019,
  • der Bereich Kosmetika und Düfte steigerte sich um 23 Deals.

Trotz Krise wurden 2020 mehr M&A-Deals als im Jahr davor abgeschlossen, heißt es weiter: Das verdanke der globale Luxusmarkt vor allem den persönlichen Luxusgütern, die ein Wachstumstreiber sind.

Ein anderes Bild zeige sich im stark von der Corona-Krise betroffenen Hotelsektor. „Hier wurde 2020 der stärkste Rückgang an Transaktionen verzeichnet, mit 30 Deals weniger als im Vorjahr“, so Hegedüs. „Eine Erholung der Hotellerie wird davon abhängen, ob längerfristig wieder internationale Reisen möglich sein werden. Für den Sommer gibt es aktuell einen Hoffnungsschimmer.“

Krise schadet Kreuzfahrt und Luxusgastronomie

Anhand der diesjährigen Umfrage unter Investoren und der Analyse von Marktdaten zeigt sich: Im Krisenjahr 2020 erlitten fast alle Luxussegmente einen starken Rückgang im Marktwert. Besonders betroffen sei die Reise- und Gastronomiebranche:

  • So verzeichnet die Kreuzfahrtindustrie im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 70 %,
  • das Luxusgastgewerbe hat 45 % an Marktwert eingebüßt.

 

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