13. Jul 2021   Business Motor

Fiat 500 Elektro in Österreich am erfolgreichsten

Fiat 500 Elektro 2021 ©Fiat / Stellantis / Altavilla

Stromer-Boom. Der Fiat 500 Elektro hat sich in Österreich gemessen an der Bevölkerung seit dem Marktstart am besten verkauft. Jetzt kommen neue Modelle.

Österreich gehört, was den Absatz von Elektroautos betrifft, zu den rasch wachsenden Märkten in der EU. Und Bella Italia ist bei uns fast permanent populär, ob in EM-Zeiten oder nicht. Die Kombination beider Faktoren scheint besonders kräftig zu wirken, jedenfalls deuten die Verkaufszahlen des neuen elektrischen Fiat 500 darauf hin.

Konkret wurden von der Markteinführung im November 2020 bis inklusive Juni 2021 bisher 1.076 Exemplare in Österreich zugelassen. Bezogen auf die Einwohnerzahl sei Österreich damit europaweit der erfolgreichste Markt für den Fiat 500 Full Electric, freut sich Fiat-Mutterkonzern Stellantis.

Steiler Aufwärtstrend bei E-Autos

Im ersten Halbjahr 2021 wurden vom neuen Fiat 500 Elektro 886 Stück in Österreich zugelassen. Damit ist er laut den Angaben das mit weitem Abstand meistverkaufte E-Auto im A-Segment. Auf dem E-Auto Markt, der mittlerweile bereits 11,4% vom PKW-Gesamtmarkt ausmacht, belege Fiat mit 5,8% Anteil immerhin die fünfte Position.

Mit 15,8% Anteil an den Verkäufen liegt Fiat deutlich über dem E-Auto Mix des Pkw-Gesamtmarktes. Auf dem Gesamtmarkt (also inklusive Verbrennern) hat man dagegen nur einen Anteil von 4,2%, was aber ebenfalls eine Verbesserung um 0,8%-Punkte bedeute.

Seit Juni mit „Magic Door“

Seit Juni 2021 ist der neue Fiat 500 3+1 mit „Magic Door“ bei den österreichischen Fiat Händlern erhältlich: Das Modell hat identische Abmessungen wie die Cabrio- und Hatchback-Version, verfügt aber über eine zusätzliche Tür auf der Beifahrerseite. Ähnlich wie bei den allerersten Fiat 500 aus dem Jahr 1957 ist die zusätzliche Tür hinten angeschlagen.

Da keine B-Säule zwischen vorderer und hinterer Tür vorhanden ist, kann man bequem einsteigen, große Gegenstände leichter ein- und ausladen und Kinder schnell und unkompliziert auf den Rücksitz oder eine Sitzerhöhung setzen, heißt es: Das Konzept haben auch schon andere E-Autos wie der BMW i3 vorgemacht.

Ein Sicherheits-Feature (das allerdings auch das Handling komplizierter macht): Die „kleine dritte Tür“ kann nur bei offener Vordertür geöffnet werden, damit die hinteren Passagiere sie nicht versehentlich öffnen können.

Ebenfalls neu bei den österreichischen Fiat Händlern sind die Einstiegsversionen Fiat 500 Action und Passion:

  • Der Fiat 500 Action wendet sich mit 24 kWh Bruttobatteriekapazität (21,3 kWh netto) und einer Reichweite von 190 km Reichweite im kombinierten WLTP-Zyklus an Kunden mit einer täglichen Fahrstrecke von unter 100 km. Zur Ausstattung gehören wie gewohnt Klimaanlage, Keyless Go, Spurhalteassistent u.a. Mit 70 kW (95 PS) Spitzenleistung erfolgt die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 9,5 Sekunden. Im Stadtverkehr sind nach 3,1 Sekunden Tempo 50 erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 135 km/h elektronisch abgeriegelt. Die kleinere Batterie reduziert die Kosten deutlich: Der Listenpreis liegt bei 25.390 Euro, davon können Privatkunden den E-Mobilitätsbonus in Höhe von 5.4oo Euro abziehen.
  • Der neue Fiat 500 Passion ist dagegen mit der größeren Batterie mit 42 kWh Bruttokapazität (37,3 kWh netto) ausgestattet. Damit sind im kombinierten WLTP-Zyklus 320 km Reichweite möglich. Die weiteren Daten: 118 PS, Beschleunigung in 9,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h elektronisch begrenzt. Stolz ist Fiat auf die Ladeleistung: In 5 Minuten könne der Strombedarf für 50 km Reichweite nachgeladen werden. Der größere Fiat 500 hat außerdem ein verbessertes Infotainment System, Apple CarPlay und Android Auto, Tempomat u.a. an Bord und fährt ab 28.990 Euro in die heimische Garage (E-Mobilitätsbonus noch nicht abgezogen).

Neuer Stauassistent gibt selbständig Strom

Als Option bietet Fiat jetzt auch einen „Stauassistenten“: Bei Aktivierung des adaptiven Tempomaten bremst der Fiat 500 im Stau nicht nur bis zum Stillstand ab, sondern nimmt innerhalb von 3 Sekunden von selbst wieder Fahrt auf, wenn das vorausfahrende Fahrzeug anfährt. Dauert der Halt allerdings länger als 3 Sekunden, muss der Mensch durch kurzes Antippen des Fahrpedals dafür das Ok geben. Dazu kommen eine adaptive Spurführung u.a. Pflicht ist wie bei allen derartigen Systemen, dass der Fahrer seine Hände am Lenkrad hält (assistiertes Fahren auf Level 2).

 

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