01. Sep 2021   Business Finanz

Leasing erholt sich von Pandemie: 4,8% Zuwachs

©ejn

Finanzierungen. Österreichs Leasing­branche verzeichnet mit einem Neugeschäft von rund 3,9 Milliarden Euro heuer wieder ein deutliches Plus.

Die österreichischen Leasingunternehmen konnten im ersten Halbjahr 2021 mit einem Leasingneugeschäft von rund 3,9 Mrd. Euro ein deutliches Wachstum erzielen. Mit mehr als 110.000 neu abgeschlossenen Verträgen verzeichnete die heimische Branche ein Plusgegenüber dem Vorjahr von 6,9 Prozent. Das Gesamtvolumen aller 802.706 Leasingverträge in Österreich liegt bei 25,8 Mrd. Euro.

Kfz-Leasing legt wieder zu

Das Kfz-Leasing Neugeschäft in Österreich habe sich im ersten Halbjahr 2021 mit 3 Mrd. Euro kräftig zurückgemeldet, heißt es. Dies entspricht im Jahresvergleich einer Steigerung beim Neugeschäftsvolumen um 19,2 Prozent und bedeutet damit das zweitbeste Ergebnis nach dem Rekordwert von 2019 (der freilich noch nicht wieder erreicht ist).

Gemessen in Stückzahlen entspricht das mit 100.388 Leasingverträgen einem Zuwachs von 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Vertragssumme stieg um 9,7 Prozent auf 29.735 Euro. Die Kfz-Neuzulassungen stiegen in Österreich insgesamt stärker als die Zahl der Leasingverträge, nämlich um 27,4 Prozent. Die Leasingquote (Anteil der leasingfinanzierten Fahrzeuge an Neuzulassungen) am Gesamtmarkt Österreich liegt damit aktuell bei 40,4 Prozent. Stark zulegen konnte das Fuhrparkmanagement mit einem Plus von 20,7 Prozent auf 410 Millionen Euro Neugeschäftsvolumen, heißt es weiter.

Weniger Maschinen und Immobilien geleast

In der Sparte Mobilien-Leasing setzte sich der leicht rückläufige Trend, der sich bereits 2020 abgezeichnet hat, fort. Während Medizintechnik deutlich stärker geleast wurde, gab es deutliche Rückgänge u.a. bei Produktionsmaschinen. Insgesamt verzeichnete das Neugeschäftsvolumen Einbußen von 3,7 Prozent auf 690 Mio. Euro. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge sank um 7,5 Prozent auf 10.134 Stück. Die durchschnittliche Vertragssumme stieg dagegen im Jahresabstand um 4,1 Prozent auf 68.063 Euro pro Vertrag.

Auch Immobilien-Leasing entwickelte sich volatil: Das im Inland erzielte Neugeschäft sank um 58,2 Prozent auf 199 Mio. Euro. Die Anzahl der bis Ende Juni 2021 abgeschlossenen Verträge (39) entspricht einem Rückgang von -39,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies habe eine Reduktion der durchschnittlichen Vertragssumme bei den Immobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 43,3 Prozent auf 2,7 Mio. Euro zur Folge.

Das Statement

„Wir sind insgesamt mit der bisherigen Marktentwicklung äußerst zufrieden und rechnen mit einer weiteren Steigerung im Verlauf des Jahres“, erklärt Michael Steiner, Präsident des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL).

 

    Weitere Meldungen:

  1. Baufinanzierer Interhyp zieht sich aus Österreich zurück
  2. DWS verkauft IKS an BlackFin Capital mit Hengeler Mueller
  3. GRAWE Bankengruppe baut um mit E+H
  4. Wolf Theiss hilt Hauck & Aufhäuser bei Privatbanken-Deal