28. Sep 2021   Business Tools

Homeoffice & Co auf Dauer einführen: So wird es zum Erfolg

Andreas Ridder ©CBRE

Wien. Die Corona-Krise hat die Arbeitswelt dauerhaft transformiert, heißt es bei Immobilienberater CBRE: Er empfiehlt einfache Maßnahmen für erfolgreiches hybrides Arbeiten.

Zwar sei das hybride Arbeiten – nicht nur im Office, sondern auch an anderen Orten, wie z.B. im Homeoffice – nicht grundsätzlich neu, aber – so die zentrale These eines aktuellen CBRE Reports – das „neue Normal“. Die Erkenntnis, dass Menschen nicht nur an ihren Arbeitsplätzen produktiv sind, verändere den Büro(immobilien)markt.

Neue Anforderungen an die Ausstattung

„Hybrides Arbeiten braucht hybride Arbeitsplätze“, so Andreas Ridder, Managing Director CBRE Österreich & CEE: Mitarbeiter definieren physische Büros immer mehr zu Orten der Interaktion, der Kommunikation und des Miteinanders, während standardisierte, primär digitale Tätigkeiten – wie etwa das Schreiben von E-Mails, das Erstellen von Spreadsheets und ähnliches – auch an vielen anderen Orten stattfinden können.

Das „neue Normal“ akzeptieren

Die Konsequenz von neuen Arbeitsmodellen seien eine neue Büroarchitektur und –konzepte, die berücksichtigen, dass Arbeitsplätze nicht nur andere Funktionen und Designs haben, sondern dass auch die Anzahl von klassischen Arbeitsplätzen reduziert werden kann. All jene Unternehmen, die das „neue Normal“ – hybrides Arbeiten – akzeptieren und implementieren, stellen die Mitarbeiter*innen und deren Ansprüche und Bedürfnisse bei der Konzeption von Offices in den Mittelpunkt, heißt es: „Schließlich geht es darum, Umgebungen zu gestalten, die genügend Motivation für Mitarbeiter*innen sind, um ins Büro zu kommen“, so Ridder.

CBRE gehe davon aus, dass drei Grundprinzipien in Zukunft zu berücksichtigen sind in der Arbeitswelt:

  • Mitarbeiter wollen mehr Flexibilität und mehr Freiraum in ihrer persönlichen Work-Life-Balance.
  • Die digitale Infrastruktur, um virtuelle Arbeit zu unterstützen, ist bereits vorhanden.
  • Mitarbeiter und Unternehmen sind sich darin einig, dass unterschiedliche Tätigkeiten an unterschiedlichen Orten verrichtet werden können.

Im kürzlich veröffentlichten „CBRE Occupier Sentiment Survey“ wird ebenfalls ein Bild vom Büro als Kommunikations- und Firmenkulturzentrum gezeichnet. Demnach gaben rund 83% der befragten Unternehmen an, dass das Büro für Teamarbeit wichtig wäre, 60% sehen darin einen wichtigen Faktor der Unternehmenskultur und 57% glauben, dass durch die Attraktivität des Büros das Engagement der Mitarbeiter gesteigert werden kann.

Wie hybrides Arbeiten rasch eingeführt werden kann

Folgendes ist laut CBRE zu tun, um rasch und kurzfristig Verbesserungen herbeiführen zu können:

  • Mitarbeiter und Teams müssen in die Überlegungen und Diskussionen einbezogen werden.
  • Die neue Arbeitsplatz Policy muss kommuniziert werden.
  • Investitionen in die richtigen Technologien.
  • Raum schaffen für Zusammenarbeit.

Langfristig sollten Unternehmen Folgendes beachten, um hybrides Arbeiten zu implementieren:

  • Neugestaltung der Offices, um Teamarbeit zu fördern.
  • Der Gerechtigkeit am Arbeitsplatz Vorrang einräumen.
  • Ausgewogenheit zwischen der Arbeit im Büro und Remote Work.
  • Feststellung, was hybrides Arbeiten für die Belegung der Büros bedeuten wird.

„Wir gehen davon aus, dass wir uns im größten Transformationsprozess in der Arbeitswelt der letzten Jahrzehnte befinden. Das hat auch Auswirkungen auf den Büromarkt, denn Unternehmen stellen ganz andere Anforderungen an Flächen, um den Ansprüchen der Mitarbeiter*innen gerecht zu werden“, so Ridder.

 

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