Unternehmensjuristenkongress 2021: Die Themen

Eva-MariaTos ©katharinaschiffl_VUJ

Rechtsprofis. VUJ-Vize und Tagungsleiterin Eva-Maria Tos schildert die Highlights des Unternehmensjuristenkongresses 2021. Der Event wird – wie auch ein Lehrgang – gemeinsam mit Manz durchgeführt.

Heuer im Oktober veranstaltet die Vereinigung Österreichischer Unternehmensjuristen (VUJ) eine Reihe von Veranstaltungen, die spezifisch für UnternehmensjuristInnen einschlägige Themen behandeln sollen: Ein Highlight sei dabei der seit 2019 jährlich stattfindende Österreichische Unternehmensjuristenkongress, den die Berufsvereinigung gemeinsam mit seinem Partner Manz Verlag veranstaltet.

„Das Ziel des Unternehmensjuristenkongresses ist es, maßgeschneiderte fachliche, praxisrelevante Angebote für alle UnternehmensjuristInnen, von Stand-Alone UnternehmensjuristInnen bis hin zu General Counsels, zu schaffen und die Möglichkeit zur Weiterentwicklung von Soft Skills und zum Austausch über Best Practices zu bieten“, sagt Eva-Maria Tos, stv. Vorstandsvorsitzende der VUJ.

Entsprechend dem Leitsatz „von UnternehmensjuristInnen für UnternehmensjuristInnen“ sollen dabei UnternehmensjuristInnen vermehrt auf die Bühne gebeten werden, im Sinne eines „Beitrags aus der Praxis für die Praxis“. Der Manz Verlag habe das Potenzial der VUJ schon früh erkannt und sei daher Partner der ersten Stunde: „Die Kooperation mit der VUJ ermöglicht es uns, die Interessen dieser weiterhin aufstrebenden Berufsgruppe zielgerichtet zu bedienen“, erläutert Manz-Verlagsleiter Heinz Korntner.

Die Themen der Veranstaltung

Im Rahmen des 3. Österreichischen Unternehmensjuristenkongresses am 12. Oktober 2021 liege der Fokus verstärkt auf aktuellen Praxisthemen und der Krise. Dabei setzen die Veranstalter erneut auf zwei Schienen: TeilnehmerInnen und Teilnehmer können entweder persönlich zum Event in Wien kommen, oder digital an der Konferenz teilnehmen, unter dem Motto „Sorglos buchen“: Sollten die Corona-Maßnahmen eine Teilnahme verbieten oder die Teilnehmer kurzfristig verhindert sein, könne kostenfrei storniert bzw. auf eine digitale Teilnahme umgesattelt werden, wird versprochen (der Kongress ist anmelde- und kostenpflichtig).

Eröffnet wird der Kongress mit u.a. mit arbeitsrechtlichen Beiträgen, die laut VUJ aktuell wohl alle Rechtsabteilungen von Unternehmen beschäftigen:

  • Hans Georg Laimer (Partner, Zeiler Floyd Zadkovich) beleuchtet die Arbeitswelt nach Corona. Er spricht über Outsourcing durch Crowd- & Gigwork, Künstliche Intelligenz als Entscheidungshilfe im Bewerbungsprozess und die Auswirkungen der neuen Arbeitswelt auf die Betriebsverfassung.
  • Sarah Meixner (Rechtsanwältin, Jarolim Partner) referiert über sechs Monate Homeoffice-Gesetz neu. Sie gibt einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen durch das Homeoffice-Gesetz neu, erste Erfahrungswerte und Praxistipps zur Gestaltung der Homeoffice-Vereinbarung und die Aufarbeitung anhand von Praxisfällen.
  • Univ.-Prof. Thomas Ratka trägt gemeinsam mit wissenschaftlichem Mitarbeiter Stefan Knotzer (beide Donau-Universität Krems) über aktuelle Fragen der Organhaftung in Kapitalgesellschaften vor. Business Judgment vs. Legal Judgment werden dabei laut den Veranstaltern ebenso behandelt wie krisenspezifische Haftungsthemen.
  • Über Soft Skills spricht Unternehmensjuristin Wernetta Eberhardt (General Counsel, Kwizda Holding GmbH) in ihrem Vortrag „Der Weg zu mehr Leichtigkeit im beruflichen Alltag der Unternehmensjuristen“. Sie gibt Tipps & Tricks zum effizienten Arbeiten, spricht über die Bedeutung von Selbst- und Teamführung und die Notwendigkeit von Diversität.
  • Jörg Siegmund (Prokurist, Leitung Recht & Compliance, Getzner Textil AG) und Günter Bauer (Partner, Wolf Theiss) beleuchten gemeinsam das Thema Compliance und die Umsetzung in der Praxis. Grundsätzliches und die Aufgabenstellung für UnternehmensjuristInnen werden genauso erörtert, wie Praxisbeispiele und Ideen zu Prävention statt Reaktion.
  • Der Krisenkommunikator Thomas Goiser spricht mit Judith Feldner über Kommunikationsberatung und Rechtsberatung als „partners in crime“. Sie sprechen über die Rolle der UnternehmensjuristInnen in der Krisenkommunikation und über kommunikative Risiken aus juristischer Sicht.
  • Den Abschluss findet der Unternehmensjuristenkongress mit Schauspieler Christoph Krutzler und seiner erheiternden Lesung „Unberechenbar und immer nahbar. Ein fetziger Literatur-Wurlizer am Ende eines spannenden Kongresses“.

Um digitale Skills geht es dann auch beim Lehrgang Certified Digital Legal Counsel (ab 13. Oktober), der gemeinsam mit Manz veranstaltet wird.

 

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