11. Okt 2021   Bildung & Uni Business Motor

Porsche-Preis der TU Wien geht an VW/Porsche-Konzern

Wolfgang Porsche, Thomas Ulbrich, Sabine Seidler, Hans Michel Piëch ©Christian Houdek – Porsche Holding

Wien. Der Porsche-Preis der TU Wien geht 2021 an den VW-Konzern: Dessen E-Auto-Baukasten „MEB“ ebne den Weg für günstigere und nachhaltigere Elektromobilität.

Der 22. Porsche-Preis der Technischen Universität Wien bleibt sozusagen in der Familie: Der Preis, der einst von der Tochter des Konzerngründers Ferdinand Porsche gestiftet wurde, ging  jetzt an Thomas Ulbrich, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen, Geschäftsbereich Technische Entwicklung, für die Entwicklung des Modularen E-Antriebs-Baukasten (kurz MEB). In den Jahren zuvor punkteten u.a. Daimler und Scania.

Die Laudatio

Die Jury des Automobil-Technikpreises entschied sich dieses Mal für den MEB der Volkswagen AG, der eine Basis für die breite Herstellung von Elektrofahrzeugen im Volumensegment bilden soll. Mit dem MEB übertrage Volkswagen sein erfolgreiches Plattformkonzept (eine gemeinsame Technik-Plattform für VW, Audi, Skoda etc.) in das Elektrozeitalter und öffne es auch dritten Herstellern.

Der MEB werde als weltweiter Standard die individuelle elektrische Mobilität CO2-neutral, sicher, komfortabel und für viele Menschen bezahl- und nutzbar machen: Durch umfangreiche Verbreitung und die damit verbundenen Skaleneffekte können die Kosten der E-Mobilität durch den Modularen E-Antriebs- Baukasten deutlich gesenkt werden, heißt es.

Die Rektorin der TU Wien, Professorin Sabine Seidler, überreichte gemeinsam mit Wolfgang Porsche, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche, und Hans Michel Piëch, Mitglied des Aufsichtsrats von Porsche, im Festsaal der Universität den mit 50.000 Euro dotierten „Porsche Preis“ offiziell an Thomas Ulbrich, Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für den Geschäftsbereich Technische Entwicklung.

Professor Bernhard Geringer, Vorstand des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der TU Wien, lobte in seiner Laudatio die „innovative Ingenieurskunst“ des MEB: „Seine Flexibilität wird die Grundlage neuer Nutzungs- und Designlösungen sein. Die kostengünstige Standardisierung der Produktion und die mit der umfangreichen Verbreitung des MEB verbundenen Skaleneffekte werden den Preis der E-Mobilität deutlich senken. Nachhaltige individuelle Mobilität wird so für einen großen Kundenkreis erschwinglich werden, ohne auf den gewohnten Komfort und Fahrspaß verzichten zu müssen.“

Der Porsche-Preis der Technischen Universität Wien

Der „Porsche-Preis der Technischen Universität Wien“ wurde 1976 von Louise Piëch, der Tochter von Konzerngründer Ferdinand Porsche, gestiftet und wird seit 1977 alle zwei Jahre verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro tragen je zur Hälfte die Porsche Holding Salzburg und die Ing. h.c. F. Porsche, mit Sitz in Stuttgart.

 

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