12. Okt 2021   Business Finanz

Cannabis-Business: SynBiotic geht an kanadische Börse

©ejn

München/Toronto. Das deutsche Cannabis-Unternehmen SynBiotic SE geht an die kanadische Börse: „Inmitten der Peer Group“, so Firmenchef Lars Müller.

Konkret plant SynBiotic – derzeit schon an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf gelistet – ein Listing an der kanadischen NEO Exchange in Toronto – einer jungen Börse (eigentlich eine Gruppe von Fintechs), die seit 2014 den Markt revolutioniert habe und moderne Dienstleistungen rund um den Kapitalmarkt biete.

Verwaltungsrat und Geschäftsführender Direktor haben jetzt den entsprechenden Beschluss gefasst, so eine Aussendung über den DGAP-Mediendienst.

„Vorzeigeland der Cannabis-Industrie“

Lars Müller, CEO von SynBiotic SE, erklärt hierzu: „Kanada ist das Vorzeigeland der Cannabis-Industrie. Die Branche dort ist mit etlichen börsennotierten Unternehmen und milliardenschwerer Marktkapitalisierung besonders weit entwickelt. Ein eigenes kanadisches Listing erleichtert uns vor allem den Zugang zu Fachinvestoren. Auf dem kanadischen Kapitalmarkt werden wir zudem eine ganz andere Aufmerksamkeit und Verständnis für unser Thema erhalten – und könnten so die Möglichkeiten besser ausschöpfen, an Kapital zu gelangen.“

An der jungen NEO Exchange würde sich das Plattform-Unternehmen mitten in dessen Peer-Group befinden, heißt es: Mit den kanadischen Platzhirschen Tilray, Canopy Growth oder der Cronos Group gäbe es dann eine viel bessere Vergleichbarkeit als in Europa.

Müller weiter: „Analysten, Markbeobachter und Investoren werden mit anderen Augen auf uns schauen – aber auch die kanadische Konkurrenz.“ Denn spätestens, wenn sie verstärkt nach Europa expandieren, würden sie nach Kooperationspartnern Ausschau halten. Daher sei der beabsichtigte Gang an die NEO Exchange auch ein strategischer Schritt.

Eine Plattform für Cannabis-Produkte

Die SynBiotic SE ist laut den Angaben das erste deutsche börsengelistete Cannabis-Unternehmen und verfolgt einen auf die EU fokussierten Buy & Build Investmentansatz. Das Kerngeschäft des Plattform- Unternehmens sei die Erforschung und Entwicklung neuer, auf Cannabinoiden und Terpenen basierender Lösungsansätze für Gesellschaftsprobleme wie Schmerz, Schlaf und Angst.

Darüber hinaus beschäftige sich die Plattform mit der Produktion verschiedener Cannabinoide und entwickelt und vertreibt Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel sowie Kosmetikprodukte unter eigenen Marken.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Baufinanzierer Interhyp zieht sich aus Österreich zurück
  2. Whistleblowing wird Pflicht: Der Stand der Vorbereitung
  3. Mehr Schnittstellen für das Online-Kassenbuch bei Shore
  4. Cloud-Telefonie-Anbieter toplink kommt nach Österreich

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hinweis: Kommentare werden moderiert (Nutzungsregeln).