Open menu
x

Bequem up to date mit dem Newsletter von Extrajournal.Net!

Jetzt anmelden, regelmäßig die Liste der neuen Meldungen per E-Mail erhalten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Newsletter-Seite sowie in unserer Datenschutzerklärung.

Business, Finanz, Recht

HETA ist fertig: Hypo-Gläubiger erhalten 86 Prozent

©ejn

Wien/Klagenfurt. Die HETA, die Abwicklungsgesellschaft der früheren Hypo Alpe Adria, hat ihre Aufgabe beendet: Die Gläubiger erhalten 86 Prozent.

Die HETA Asset Resolution AG hat in ihrer gestrigen Hauptversammlung die vorzeitige Endverteilung von € 149,15 Mio. zur Befriedigung der Gläubiger berücksichtigungsfähiger nicht-nachrangiger Verbindlichkeiten gemäß Bankensanierungs- und Abwicklungsgesetz (BASAG) beschlossen.

Damit wurde aus der Verwertung der Assets im Zuge der geordneten Abwicklung gemäß der Regeln des neuen europäischen Abwicklungsregimes ein Erlös von € 10,85 Mrd. erzielt, was letztlich einer Befriedigungsquote von 86,32% entspricht, so die FMA. Gutachter gingen zum Start der Abwicklung 2015 von einer Quote zwischen 35 Prozent (im Insolvenzfall) und rund 46 Prozent aus, heißt es.

Nun startet die Liquidation

Mit Genehmigung der Endverteilung durch die FMA in ihrer Funktion als Abwicklungsbehörde sei die wirtschaftliche Abwicklung der Heta durch den Abbau des Portfolios abgeschlossen und die Voraussetzung für eine gesellschaftsrechtliche Liquidation geschaffen. Ein etwaiger Liquidationserlös werde ebenfalls auf die Gläubiger berücksichtigungsfähiger Verbindlichkeiten verteilt werden.

„So schmerzhaft und kostspielig das Scheitern der Hypo Alpe Adria Gruppe auch war, das neue europäische Abwicklungsregime hat sich beim ersten Realitätstest zum Erhalt und zur bestmöglichen Realisierung der Vermögenswerte bewährt“, so Helmut Ettl und Eduard Müller, Vorstände der Finanzmarktaufsicht FMA.

Die FMA ist als nationale Abwicklungsbehörde für das Verfahren zuständig. Da die Immigon, die Abwicklungsgesellschaft des ehemaligen Spitzeninstituts des Volksbankensektors, ihre privatwirtschaftliche Abwicklung bereits erfolgreich abgeschlossen habe und die KA-Finanz ihren Abwicklungshorizont auf 2023 verkürzen konnte, seien die Bankpleiten, die die globale Finanzkrise 2008 in Österreich verursacht hat, damit „im Wesentlichen aufgearbeitet“, so die FMA. Der Vorgang hat freilich insgesamt knapp eineinhalb Jahrzehnte gedauert.

 

Weitere Meldungen:

  1. Neue Anwälte bei fwp: Mario Burger und Djordje Djukic
  2. Andritz: Prehofer und Stadler sollen Aufsichtsrätinnen werden
  3. Geldsegen: Jeder Norweger besitzt 259.000 Euro im Staatsfonds
  4. Michael Hilbert leitet neue Sparte Banken bei msg Plaut