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Business, Recht

Mehr Pleiten und weniger Neueintragungen

Tobias Thomas ©Statistik Austria / Ranger-Marton

Wien. Im 3. Quartal 2021 wurden vorläufigen Zahlen von Statistik Austria zufolge 754 Insolvenzen gezählt, 24,2% mehr als im Vergleichszeitraum des Jahres zuvor.

„Das Aussetzen der Insolvenzantragspflicht bis Ende Juni 2021, staatliche Corona-Hilfen, Steuerstundungen und Maßnahmen wie Kurzarbeit haben die befürchtete Pandemie-Pleitewelle bis jetzt verhindert: Die Zahl der Insolvenzen im 3. Quartal 2021 ist im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um ein Viertel gestiegen, sie liegt aber noch immer um 37,6% unter dem Vorkrisenniveau vom 3. Quartal 2019“, analysiert Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Weniger Firmeneintragungen

  • Gleichzeitig wurden im 3. Quartal 2021 13.719 Registrierungen rechtlicher Einheiten (Unternehmen, etc.) verzeichnet, 19,9% weniger als im 3. Quartal 2020 (17.128).
  • Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum vor der Krise, dem 3. Quartal 2019 (15.738 Registrierungen), entspricht das einem Minus von 12,8%.

Die Registrierungen entwickelten sich im 3. Quartal 2021 fast über alle Branchen hinweg negativ, heißt es weiter. Die höchsten Rückgänge gegenüber dem 3. Quartal 2020 gab es im Handel (-34,4%) und bei persönlichen Dienstleistungen (-22,5%). Geringfügige Zuwächse verzeichnen die Branchen Verkehr (+3,2%) und Sachgütererzeugung (+1,0%).

Insolvenzen im Dienstleistungsbereich und Bau am höchsten

Die meisten Insolvenzen im 3. Quartal 2021 gab es bei den Finanzdienstleistungen/sonstigen Dienstleistungen (162), im Bau (142), im Handel (125) sowie in der Beherbergung und Gastronomie (107), wobei die Anzahl der Insolvenzen grundsätzlich von der Anzahl der in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aktiven Unternehmen abhängig ist.

Eine vergleichsweise geringe Anzahl an Insolvenzen weisen die Bereiche Information und Kommunikation (15), Sachgütererzeugung (42) und persönliche Dienstleistungen (61) auf. Im 3. Quartal 2020 hat die Statistik Austria eine ähnliche Verteilung der Insolvenzen auf die Wirtschaftsbereiche beobachtet.

Registrierungen im Dienstleistungsbereich am höchsten

Im 3. Quartal 2021 wurden für die Bereiche Finanzdienstleistungen/sonstige Dienstleistungen (4.124), persönliche Dienstleistungen (3.528) und Handel (2.411) die höchste Anzahl an Registrierungen gezählt. Eine relativ geringe Anzahl an Registrierungen weisen die Bereiche Verkehr (481), Beherbergung und Gastronomie (707) und Information und Kommunikation (753) auf. Auch diese Verteilung ähnelt sehr der im 3. Quartal 2020.

 

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