10. Dez 2021   Business Recht Steuer

Wien-Zentrale von LeitnerLeitner zieht ins Palais

©PicMyPlace

Wien. Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei LeitnerLeitner mietet für ihr neues Wiener Büro 4.300 m² Fläche im „Ensemble Schwarzenbergplatz“.

Das historische Gründerzeitpalais im Stil des Neobarocks, das sich im Eigentum des Fonds der Wiener Kaufmannschaft befindet, steht an der Grenze zwischen 1. und 4. Wiener Gemeindebezirk. Es sei eine der größten Bürovermietungen des Jahres 2021, heißt es bei der EHL Gewerbeimmobilien GmbH, die dabei beraten hat.

Ein Standort als Signal

Der Standort sei auch ein Signal an „unsere hochqualifizierten MitarbeiterInnen“ so Matthias Hofstätter und Natascha Stornig-Wisek, verantwortliche Partner bei LeitnerLeitner: „Wir wollen unseren MitarbeiterInnen einen der attraktivsten Arbeitsplätze der Stadt bieten, der bestens erreichbar ist, inspiriert und für eine innovative und wertschätzende Unternehmenskultur steht.“

Bis LeitnerLeitner und Kooperationspartner LeitnerLaw Rechtsanwälte ihre Wiener Unternehmenszentralen an den neuen Standort verlegen, werde es rund eineinhalb Jahre dauern. Bis Mitte 2023 wird das Haus einer umfassenden Adaptierung für moderne Büronutzung unterzogen, unter größtmöglicher Schonung der denkmalgeschützten Bausubstanz, wie es heißt.

Künftig soll der Standort bis zu 200 Mitarbeitern Platz bieten. Insgesamt hat LeitnerLeitner an seinen verschiedenen Standorten in Österreich und Zentral-/Osteuropa rund 725 Mitarbeiter*innen.

Die Statements

„EHL hat einen Mieter gefunden, für den dieses einzigartige historische Objekt geradezu maßgeschneidert ist und der eine langfristige Partnerschaft mit uns eingeht“, so Helmut Schramm, Präsident des Eigentümers Fonds der Wiener Kaufmannschaft. „Oberste Prämisse des gemeinnützigen Fonds ist es, attraktive moderne Bildungsangebote für die Jugend und anspruchsvolle persönliche Betreuung im Alter zu gewährleisten. Diesem Zweck ist auch die Mittelverwendung aus den Mieteinnahmen gewidmet“, so Schramm. Unter der Dachmarke Vienna Business School betreibt der Fonds der Wiener Kaufmannschaft sechs Schulstandorte (HAK und HAS), davon fünf in Wien und einen in Niederösterreich.

„Dieser Mietabschluss steht prototypisch für einen wichtigen, aktuellen Trend auf dem Wiener Büromarkt“, erklärt Stefan Wernhart, Geschäftsführer von EHL Gewerbeimmobilien. „Bürostandorte, insbesondere jene für Unternehmenszentralen, dienen nicht mehr ausschließlich dazu, dort effizient zu arbeiten. Sie sind auch ein immer wichtigerer Teil der Mitarbeiterbindung und des Recruitings.“

Signalträchtige Standorte der Konkurrenz

Auch andere Wirtschaftsprüfer und Steuerberater setzen auf Locations, die durchaus Signalwirkung haben:

  • PwC, als Mitglied der Big Four eine der größten Kanzleien der Welt, hat sich 2018 den DC Tower als Österreich-Zentrale auserkoren – das höchste Gebäude des Landes. Dort hat man mit rund 1.000 Mitarbeitenden ein Viertel der 58 Etagen bezogen.
  • BDO wiederum hat mit dem neuen Hauptquartier ein eigenes Bürogebäude im Stadtentwicklungsgebiet Quartier Belvedere Central am Wiener Hauptbahnhof bezogen, neben der neuen Zentrale der Erste Group.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Aurelius kauft zwei Dental-Firmen mit Noerr
  2. Flüchtlingshilfe: DLA Piper tut mehr für UNHCR
  3. Juristenverband: Künftig gibt es Sommerfest und Ball
  4. Daniel Lungenschmid jetzt Director bei LeitnerLaw