24. Dez 2021   Business Recht Steuer

Der Weihnachtsurlaub beginnt in Ihrem Kopf

©ejn

Christkind-Modus ON. Die Feiertage beginnen in unseren Köpfen, nicht im Kalender: 4 Tipps für ein entspanntes Weihnachtsfest von Coach Patrizia Tonin.

Die Weihnachtsfeiertage und Silvester stehen vor der Tür, trotzdem ist für viele Österreicher*innen noch nicht an Abschalten und Entspannung zu denken. Denn dazu ist ganz abgesehen von den vielen Besorgungen, Erledigungen und Festivitäten vor allem eines nötig: Ein erfolgreicher Übergang vom Arbeitsalltag in den Christmas-Modus.

Patrizia Tonin, Vorstandsmitglied der Österreichischen Vereinigung für Supervision und Coaching (ÖVS), meint: „Es ist wichtig, sich an den freien Tagen zu erholen, um danach wieder gestärkt zur Arbeit zurückkehren zu können.“ Ihre Tipps sollen dabei helfen, das Umschalten erfolgreich durchzuführen.

Zuhause und doch in der Arbeit

Räumliche Distanz zum Job bedeutet noch lange keine mentale Distanz. „Bei vielen überschneiden sich Arbeit und Privatleben räumlich – nämlich bei allen, die gerade im Homeoffice arbeiten“, erklärt Tonin: „Hier ist die mentale Trennung umso wichtiger, aber leider auch schwieriger. Besonders jetzt, wo viele Unsicherheiten herrschen und auch unklar ist, wie sich die derzeitige Situation 2022 verändern wird, muss man auf sich achten.“

Patrizia Tonin ©Tom Poe Photography

Die ÖVS-Vorständin hat vier Tipps, die es Ihnen leichter machen sollen, über die Feiertage wirklich abzuschalten:

1. Den Urlaub mit einem Ritual einläuten

Um die Gedanken an den Job wirklich loslassen zu können, muss der Übergang von der Arbeit in die Freizeit klar markiert werden. Hier kann ein Ritual helfen: Sich etwas Schönes kochen, eine Runde spazieren gehen oder eine Freundin treffen. Alles, was guttut, ist erlaubt. Es kann zum Beispiel auch helfen, symbolisch die Arbeitskleidung abzulegen und sich ein Bad einzulassen. Hauptsache es gibt einen klaren Cut.

2. Innerlich „Stopp!“ sagen

Wenn im Urlaub stressige Gedanken an die Arbeit aufkommen, muss ebenso eine klare Abgrenzung stattfinden. Diese Abgrenzung schafft man, indem man innerlich – oder auch laut, je nach Umgebung – ein klares ‚Stopp!‘ ausspricht. Sind die Gedanken wirklich wichtig, kann man diese aufschreiben – dann gehen sie nicht verloren und sind zugleich nicht mehr im Kopf.

3. Soziale Kontakte pflegen

Das Thema Arbeit darf trotz Urlaub und Weihnachtsstimmung nicht als Tabu-Thema verstanden werden. In Gesprächen mit Partner*innen, Freund*innen oder anderen guten Zuhörer*innen darf man sich auch über die Arbeit austauschen. Das ist entlastend und besser, als Frust und Sorgen mit sich selbst auszumachen und die Impulse zurückzuhalten.

4. Achtsamkeitsübungen durchführen

Zwischendurch innehalten und auf die eigene Atmung zu achten, könne wahre Wunder wirken. Da reichen schon zwei Minuten täglich: Tief ein- und ausatmen, dabei bewusst auf die Atmung achten. Das kann man auch direkt mit dem Ritual verbinden, das den Cut zwischen Arbeit und Urlaub einführt. „Die Urlaubszeit soll der Entspannung dienen, nur so kehrt man danach auch wirklich regeneriert und erholt auf die Arbeit zurück“, so Tonin.

 

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