28. Jan 2022   Business Finanz Recht Tools

Belvedere begibt NFTs auf den „Kuss“ mit CMS

Bernhard Hainz ©Michael Sazel

Wien. Wirtschaftskanzlei CMS begleitet das Belvedere bei seinem NFT-Drop zu Klimts Gemälde „Der Kuss“: Die 10.000 Token sollen je rund 1.850 Euro bringen. CMS-Namenspartner Bernhard Hainz berät mit Saskia Leopold und Klaus Pateter.

Pünktlich zum Valentinstag wird wie berichtet „Der Kuss“ von Gustav Klimt in einer limitierten Anzahl von digitalen Ausschnitten angeboten. Das Gemälde ist Herzstück der Sammlung des Belvederes und der „Drop“ laut den Angaben das erste österreichische NFT-Projekt dieser Art im Kunstbereich.

Dabei werden 10.000 (digitale) Einzelteile der Darstellung eines Liebespaares als Non-Fungible Tokens, kurz NFTs, angeboten. Sowohl als Geschenk zum Valentinstag wie als Investitionsobjekt für Kunstsammler sollen sich die NFT eignen, meint das Belvedere: Es erwartet sich laut einer Aussendung einen Preis von rund 1.850 Euro pro Stück.

Das Beratungsteam

Das Belvedere wurde bei der Umsetzung des Projekts von der Wirtschaftskanzlei CMS unter der Führung von Kunstrechtsexperte Bernhard Hainz betreut. Er ist Namenspartner von CMS Reich-Rohrwig Hainz in Wien. Auch Saskia Leopold (Urheberrecht) und der FinTech- und Blockchain-Spezialist Klaus Pateter gehörten zum CMS-Projektteam.

Saskia Leopold ©Michael Sazel

Bernhard Hainz hat u.a. auch das Kunstmuseum Bern rund um die Gurlitt-Verlassenschaft beraten. Zum aktuellen NFT-Projekt sagt er: „Kunst-NFTs sind ein brandaktuelles Thema in der Kunstwelt, das es in Österreich bisher noch nicht gab. Durch die Digitalisierung ergaben sich komplexe rechtliche Fragestellungen unter anderem zum Urheberrecht, aber auch zur Hinterlegung der digitalen Anteile auf der Blockchain und dem Verkauf über Plattformen.“

Klaus Pateter ©Michael Sazel

Hainz meint, dass die Möglichkeiten der Blockchain nicht nur Fundraising-Projekte nachhaltig verändern werden, sondern auch in anderen Kunstbereichen neue Perspektiven eröffnen: „Ich denke hier an die digitale Fotografie, aber auch an Projekte in anderen Bereichen.“

 

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