31. Jan 2022   Business Motor Recht

Flixbus fährt unter SE-Flagge mit Hogan Lovells

Peter Huber ©Kubinska & Hofmann Fotografen München

Verkehrsunternehmen. Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells berät FlixMobility, das Unternehmen hinter Flixbus und Greyhound Lines, bei der Umwandlung seiner Rechtsform in eine SE. Dafür ist ein Zwischenschritt nötig.

FlixMobility wurde 2012 in München als Start-up gegründet und zählt heute mit einer Bewertung von rund drei Milliarden Euro zu den deutschen Unicorns. Es bietet Fernbus-Strecken über die Marken Flixbus, Greyhound Lines (in den USA) und Kâmil Koç (in der Türkei) sowie über die Tochter Flixtrain seit 2018 auch Bahnreisen.

Nun hat Kanzlei Hogan Lovells unter der Leitung ihres Münchner Partners Peter Huber den globalen Mobilitätsanbieter bei der Umwandlung der Rechtsform in eine SE (Societas Europaea – Europäische Aktiengesellschaft) und Weiterentwicklung der Management-Struktur beraten.

Mit der neuen Rechtsform unterstreiche FlixMobility ihre europäische bzw. internationale Ausrichtung. Gleichzeitig stelle der Mobilitätsanbieter rund zehn Jahre nach Gründung auch die Führungsebene neu auf: Der neue dreiköpfige Vorstand besteht aus den Mitgründern André Schwämmlein (CEO) und Daniel Krauss (CIO) sowie aus Christoph Debus, der Anfang März 2022 neuer CFO des Unternehmens wird. Der bisherige Co-CEO und Mitgründer Jochen Engert wechselt ab 1. April 2022 in den Aufsichtsrat.

Zuerst zur AG, dann zur SE

FlixMobility ist bisher als GmbH organisiert, was einen unmittelbaren Formwechsel zur SE ausschließt, schildert Hogan Lovells: Das Unternehmen muss daher zunächst eine AG werden, um dann die Rechtsform der SE annehmen zu können. Beides erfolge parallel als sog. Kettenformwechsel. Die Weiterentwicklung der Management-Struktur war der letzte Baustein, um FlixMobility für die Erreichung ihrer zukünftigen Ziele neu aufzustellen, heißt es.

Das Münchner Tech-M&A-Team von Hogan Lovells um Partner Peter Huber begleite FlixMobility seit Jahren in allen gesellschaftsrechtlichen Belangen. Die Verhandlungen der Mitarbeiterbeteiligung mit dem besonderen Verhandlungsgremium, das sich aus den Vertretern der EU-Arbeitnehmer von FlixMobility zusammensetzte, übernahm das Düsseldorfer Arbeitsrechts-Team um Tim Joppich, der Kollegen aus den EU-Büros von Hogan Lovells nach Bedarf involvierte.

Die Beratungsteams

Bei Hogan Lovells waren dabei: Peter Huber (Partner), Thomas Weber (Counsel), Guido Brockhausen (Counsel), Julia Victoria Betz (Associate), Alessa Mackensen (Associate), Christian Alscher (Senior Business Lawyer) (alle Gesellschaftsrecht, München und Düsseldorf); Falk Loose (Counsel), Andreas Eggert (beide Steuerrecht, München); Tim Joppich (Partner), Justus Frank (Senior Associate), Charlotte Neubauer (Senior Associate) (alle Arbeitsrecht, Düsseldorf); Prof. Michael Schlitt (Partner) und Christian Schröder (Associate) (beide Kapitalmarktrecht, Frankfurt).

 

    Weitere Meldungen:

  1. Anwälte wollen Tariferhöhung: Protestmaßnahmen
  2. Alexander Hock ist jetzt Anwalt bei Kanzlei FSM
  3. Atlantia verkauft Hochtief-Anteil mit Gleiss Lutz
  4. Armenak Utudjian ist neuer Anwälte-Präsident, Cernochova Vize