17. Feb 2022   Bildung & Uni Business Tech

US-Biotechnologie-Preis für TU Graz-Forscher Bernd Nidetzky

Bernd Nidetzky ©Lunghammer / TU Graz

TU Graz. Als vierter europäischer Forscher hat Biotechnologe Bernd Nidetzky von der TU Graz den Elmer L. Gaden Award erhalten.

Überrascht und zugleich erfreut ist Bernd Nidetzky laut Aussendung seiner Uni über die Zuerkennung des Elmer L. Gaden Awards für Biotechnologieforschung: „Ich habe mich dafür ja nicht ins Spiel gebracht und daher nicht damit gerechnet. Es ist aber eine schöne Bestätigung der eigenen Arbeit, in so einer hochkarätigen Runde von internationalen Forschungskolleginnen und -kollegen aufzuscheinen“, so Nidetzky.

Der Award

Die Zeitschrift Biotechnology and Bioengineering vergibt seit 1999 jährlich einen Preis für eine high-impact-Forschungsarbeit, benannt nach ihrem Gründungsherausgeber Elmer L. Gaden, Jr. Prämiert werden sollen dabei Arbeiten, die außergewöhnliche Innovation, Kreativität und Originalität widerspiegeln. Bislang ging der Preis hauptsächlich an US-amerikanische Forscher*innen. Nidetzky ist der vierte Europäer, dem diese Auszeichnung zuerkannt wird. Sofern es die Corona-Pandemie zulässt, werde Nidetzky seine Auszeichnung im März bei der diesjährigen Konferenz der „Division of Biotechnology of the American Chemical Society“ in San Diego entgegennehmen.

Die Laufbahn

TU Graz-Absolvent Bernd Nidetzky spezialisierte sich in seiner Dissertation auf die biotechnologische Forschung. Er habilitierte sich 1999 auf dem Gebiet der Biotechnologie und Enzymologie an der Universität für Bodenkultur Wien, wo er von 1992 bis 2002 als Forschungsassistent am Institut für Lebensmitteltechnologie tätig war. Seit 2002 hat er die Professur für Biotechnologie an der TU Graz inne, seit 2004 leitet er das Institut für Biotechnologie und Bioprozesstechnik.

Gleichzeitig ist er Co-Koordinator des Field of Expertise „Human & Biotechnology“ – einen von fünf Bereichen, die die TU Graz als für sich zukunftsweisend definiert hat. Bernd Nidetzky ist außerdem Wissenschaftlicher Leiter des COMET-Kompetenzzentrums Austrian Research Centre of Industrial Biotechnology (acib).

Die Forschungsgebiete

Nidetzky betreibt Grundlagen- und angewandte Forschung zu Enzymen im Zusammenhang mit biokatalytischer Synthese, synthetischer Biologie und Reaktionstechnik, schildert die TU: Der Schwerpunkt liegt auf kohlenhydrataktiven Enzymen sowie auf Enzymen, die an festen Grenzflächen arbeiten. Er wurde bisher u.a. mit dem Forschungspreis des Landes Steiermark und mit dem Universitätsforschungspreis der Industrie (Industriellenvereinigung Steiermark) ausgezeichnet.

 

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