24. Feb 2022   Bildung & Uni Business Recht Tools

AIT hilft bei forensischer Analyse virtueller Währungen

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Wien. „GraphSense“ vom AIT soll bei der Aufklärung von Blockchain- und Krypto-Straftaten helfen: Die Technologie ist Open Source und als Beitrag zu Europas IT-Autonomie gedacht. Ein Start-up des AIT gibt es dazu auch.

Verteilte Technologien wie Blockchain und virtuelle Währungen sind ein wichtiger Treiber im Zuge der globalen Digitalsierungsanstrengungen, heißt es dazu am AIT: Das AIT Austrian Institute of Technology hat im „Center for Digital Safety & Security“ die F&E Kompetenzen in den Bereichen Cyber Security und Data Science sowie Knowhow rund um Blockchaintechnologien und Kryptowährungen gebündelt.

Als wichtigen Teil des AIT Strategieprogramms entwickelten die Expert*innen dort nun die Technologie GraphSense für die forensische Analyse virtueller Währungen, so das AIT: Um in diesem sensiblen Bereich als oberstes Designkriterium Transparenz und breite Verfügbarkeit sicherzustellen und dadurch auch einen Beitrag zur Technologie-Autonomie in Europa zu leisten, wurde GraphSense als Open Source Software entwickelt, wie es heißt.

Der Einsatz

Konkret sollen vor allem europäische Stakeholder und Behörden die Analysetechnologie so effektiv für ihre Aufgaben einsetzen können, heißt es. Die Entwicklung sei vor allem auch im Rahmen des österreichischen Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS ermöglicht und in großen EU-Forschungsprogrammen unter der Leitung des AIT weiterentwickelt worden. Um digitale Analysewerkzeuge und damit verbundene konkrete Dienstleistungen für den Sicherheitsmarkt anzubieten, wurde Anfang 2022 u.a. durch AIT-Mitarbeitende das Start-up Unternehmen Iknaio gegründet, das sich auf Services für Behörden und Sicherheitsfirmen konzentriere.

Das Statement

Helmut Leopold, Head of Center for Digital Safety & Security am AIT: „Es freut uns sehr, dass ein neues österreichische Spinn-off auf unserer speziellen AIT Technologie GraphSense, die wir als Open Source Software zur Verfügung stellen, aufbaut. Auf diese Weise leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vermarkung österreichischer Spitzentechnologien in Europa.“

 

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