02. Mrz 2022   Business Personalia Recht

Prochaska verlässt PHH, gründet Unit für Spezialfälle

Stefan Prochaska, Julia Fritz, Rainer Kaspar ©Sebastian Philipp

Wien. Gründungspartner Stefan Prochaska scheidet mit seinem Team bei PHH Rechtsanwälte aus. Er werde sein Spezialgebiet in einer eigenen Unit ausbauen: „Komplexe Spezialfälle mit hohem Reputationsrisiko im High-End Bereich.“

Die Trennung erfolge in beidseitigem, gutem Einvernehmen, teilt Kanzlei PHH mit. Eine Zusammenarbeit werde es weiterhin geben. Prochaska hat PHH Rechtsanwälte 2001 gegründet. Nun werde er mit seinen Kunden und seinem Team, darunter die beiden Counsels Hanita Veljan und Daniela Olbrich sowie weiteren Juristen und Mitarbeitern, ausscheiden.

PHH Rechtsanwälte ohne Prochaska

Die letzten Jahre habe sich die Kanzlei PHH Rechtsanwälte mehr und mehr zu einer international agierenden Kanzlei entwickelt und vor allem die Schwerpunkte M&A, Banking & Finance, Real Estate, Steuerplanung sowie öffentliches Wirtschafts-, Umwelt-, Vergabe- und Energierecht verstärkt. „Alle Bereiche des Wirtschaftsrechts haben in den letzten Jahren massiv zugelegt, auch beflügelt durch die letzten Partnerzuwächse. Das bestärkt uns in unserem Weg, den wir konsequent weitergehen werden“ so Rainer Kaspar, Managing Partner bei PHH Rechtsanwälte.

Der Disputes Bereich bleibe ein fixer Bestandteil der Kanzlei. PHH Partner Sebastian Mahr, der diesen Bereich leitet und sein Team werden auch weiterhin Mandate im Bereich Wirtschaftsstrafrecht und Zivilrecht sowie Prozessführung betreuen, heißt es.

„Das Baby ist erwachsen“

„PHH ist mein Baby, aber dieses Baby ist erwachsen geworden und steht auf eigenen Beinen. Jetzt ist nach mehr als 20 Jahren für mich die Zeit für etwas Neues“, so Prochaska in einer Aussendung: „Mein Geschäftsfeld hat sich sehr spezialisiert auf High-End-Problemlösungen, sowohl für Kanzleien als auch für Unternehmen und öffentliche Personen. In einer wendigen, unabhängigen Einheit kann ich diese Mandate besser servicieren, und ich sehe für mich mehr Entwicklungspotential. Aber ich möchte vor allem meinen Partnern an dieser Stelle für viele schöne Jahre, schöne Erinnerungen, gemeinsame Erfolge und Misserfolge danken, denn diese Dinge bringen einen vorwärts.“

Blick vor und Blick zurück

„Das Ende der Partnerschaft bei PHH bedeutet nicht das Ende unserer Zusammenarbeit. Stefan Prochaska wird als Gründer immer mit uns verbunden bleiben. Dass er jetzt einen neuen Weg einschlägt, bedauern, aber verstehen wir und wünschen ihm für seinen Weg alles Gute. Wir werden diese Trennung einvernehmlich und in gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Großzügigkeit durchführen“, so Julia Fritz, PHH Managing Partner. Die gemeinsamen Mandate laufen weiter, auch bei neuen kniffeligen Fällen soll Stefan Prochaska weiterhin als externer Problemlöser hinzugezogen werden sowie umgekehrt, heißt es.

Auch der Name PHH Rechtsanwälte soll erhalten bleiben. Die Kanzlei trägt ihn übrigens seit dem Jahr 2014: Damals verließen mehrere Partner die damalige Sozietät PHHV (PHHV Prochaska Heine Havranek Vavrovsky), die sich daraufhin in PHH umbenannte.

 

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