TU-Frauenpreis für ÖBB-Managerin Lara Spendier

TUW-Rektorin Sabine Seidler mit Preisträgerin Lara Spendier und Vizerektorin Anna Steiger ©Luiza Puiu

Technik für alle. ÖBB-Managerin Lara Katharina Spendier hat den TUW Frauenpreis 2022 erhalten. Die Informatikerin ist „Head of Transformation Office“ bei der Österreichische Bundesbahnen-Holding.

Lara Katharina Spendier von der ÖBB Holding wurde am Abend des 2. März 2022 der TUW-Frauenpreis verliehen. Ziel dieses jährlich verliehenen Preises der TU Wien ist es, die herausragenden Leistungen der Preisträgerin und ihre Vorbildfunktion für junge Frauen zu würdigen, so die Uni.

Die Auszeichnung

Seit dem Jahr 2015 verleiht die TU Wien ihren Frauenpreis an erfolgreiche Frauen in technisch-naturwissenschaftlichen Berufen: Der Preis sei als Anerkennung der außerordentlichen Karrieren der ausgezeichneten Technikerinnen gedacht und soll Frauen und Mädchen dazu anspornen, eine Laufbahn im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich anzustreben.

Anna Steiger, Vizerektorin Personal und Gender, zur Preisträgerin: „Die TU Wien ist stolz auf Absolventinnen wie Lara Katharina Spendier, denn Role Models ihres Formats lassen das Klischee von der Männerdomäne Technik endgültig alt aussehen. Frau Spendiers beeindruckender Werdegang ist Vorbild und Inspiration für junge Frauen, ihre berufliche Zukunft in Technik und Naturwissenschaften zu suchen.“

Der Event

Die Verleihung des 7. TUW-Frauenpreises fand pandemiebedingt nur mit eingeschränktem Gästekreis, aber immerhin im feierlichen Rahmen des Kuppelsaals der TU Wien statt. Nachdem Rektorin Sabine Seidler die Preis-Skulptur an Lara Katharina Spendier überreichte, lobte Gerti Kappel, Dekanin der Fakultät für Informatik, die Preisträgerin in der Laudatio als: „Senkrechtstarterin in der ÖBB Holding, verantwortlich zurzeit in ihrer Rolle als Head of Transformation Office für die zukunftsweisende Umsetzung von Digitalisierungspotenzialen, New Way of Work und der nachhaltigen Entwicklung bei Mitarbeiter*innen und Produktportfolios.“

Zuvor verantwortete die ÖBB-Managerin laut den Angaben den Aufbau des Themas Informations- und Datenmanagement im ÖBB-Konzern. „Die promovierte Informatikerin mit einem Faible für Computerlinguistik überzeugt überdies durch ihr anhaltendes Engagement, Frauen und Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern“, so die TU Wien.

Preisträgerin Spendier bedankte sich für die „große Ehre, den diesjährigen Frauenpreis der TUW entgegenzunehmen und beeindruckenden Technikerinnen nachzufolgen“. Sie betonte die Wichtigkeit der unverzüglichen Gleichstellung von Frauen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen. „Der Frauenpreis signalisiert für mich, dass es insbesondere in der Technik höchste Zeit für Gleichstellung und Chancengleichheit ist. Denn Technik betrifft uns alle. Reden wir daher nicht über das ‚ob‘, sondern ‚wie‘ und wie schnell wir diese Ziele erreichen und tatsächlich leben können“, so Spendier.

Die Laufbahn

2011 schloss Lara Spendier ihr Masterstudium „Computational Intelligence“ an der TU Wien sowie die beiden Diplomstudien “Sprachwissenschaft? (2010) und „Nederlandistik“ (2011) an der Universität Wien ab. Sie promovierte an der TU Wien im Bereich Informatik / Theoretische Informatik und Logik und begann ihre berufliche Laufbahn als Universitäts- und Forschungsassistentin.

Nach ihrem Wechsel in die Wirtschaft beriet sie 2014 als Senior Consultant Kund*innen im Finanz- und Technologiesektor zu IT-Strategie, Digitalisierung und Steuer-Compliance. Seit 2018 ist Lara Spendier in der ÖBB-Holding AG tätig, 2021 übernahm sie die Leitung des konzernweiten Transformationsprogramms und Transformation Office. Sie ist weiters Gründungsmitglied der „Agenda Bahnindustrie Frauen“ sowie des „Women in Mobility Hub Wien“, einem Netzwerk für eine bessere Sichtbarkeit von Frauen in der Mobilitätsbranche. Außerdem ist sie u.a. in der Organisation der „Women Techmakers Vienna“ involviert, um die Sichtbarkeit von Spezialistinnen der MINT-Fächer zu erhöhen und Frauen für eine Karriere in diesen Bereichen zu animieren.

 

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