25. Mrz 2022   Business Finanz Recht Tools

Venionaire startet ersten registrierten Kryptofonds

Christian Zwick ©Inge Prader / Binder Grösswang

Wien. Venture Capital-Unternehmen Venionaire Capital legt mit „Tigris Web3“ den ersten Kryptofonds seiner Art auf, der in Österreich registriert ist. Binder Grösswang war behilflich.

Nun wurde Tigris Web3 laut Aussendung von der Finanzmarktaufsicht (FMA) als Alternativer Investmentfonds (AIF) registriert. Damit werde nun das bereits eingezahlte Kapital der Initiatoren investiert, während auch die Platzierung von Fondsanteilen bei externen professionellen Anlegern im Gange sei.

Als erster in Österreich registrierter Kryptofonds wende man sich – entsprechend den Regeln für Alternative Investmentfonds – konkret an professionelle Investoren mit einem Mindestinvestment ab 100.000 Euro. Der Fonds soll in sogenannte Web3-Protokolle investieren, die das Fundament eines dezentralen Internets der Zukunft bilden, frei von heutigen Tech-Giganten, wie es heißt.

„Die nächste Internet-Generation“

Der Tigris Web3 Fonds unterstütze diese nächste Generation des Internets, indem er Investments in digitale Werte (Token) ermöglicht, wobei nur Token ausgewählt werden sollen, die strengen Vorgaben nach Sicherheit, Technologie und konkreter Anwendbarkeit entsprechen.

Mit Peter Augustin ist ein Internet-Pionier an Bord: Er gründete 1996 den Internetprovider Inode und kehre nach einer unternehmerischen Pause wieder in den Technologiesektor zurück. „Das Timing ist aus unserer Sicht jetzt perfekt – international haben zuletzt viele führende Venture Fonds begonnen, das Thema Web3 mit eigenen Vehikeln zu bespielen“, so Venionaire Capital-Geschäftsführer Berthold Baurek-Karlic.

Die Prüfung durch die FMA

In den vergangenen sechs Monaten prüfte die FMA im Registrierungsprozess Themen wie Anlegerschutz und Anti-Geldwäsche. Christian Zwick, Partner im Corporate/M&A Team der Kanzlei Binder Grösswang, der die Fondsregistrierung begleitete: „Die rechtliche Umsetzung dieses Projekts war äußerst spannend und herausfordernd, da die Registrierung eines Fonds nach den Regelungen des AIFMG, der ausschließlich in Krypto-Assets veranlagt, rechtliches Neuland in Österreich war“.

 

    Weitere Meldungen:

  1. Karin Wiesinger leitet Kommunikation bei Dorda
  2. Gleiss Lutz berät bei Verkauf von Gymlib an eGym
  3. Datenschutz vs. Strafverfolgung: Firmen in der Klemme
  4. European Real Estate Brand Award für Wolf Theiss, EHL