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Lebensversicherungen: VSV jagt listige Fehlkonstrukteure

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Wien. Der VSV will mit einer Sammelaktion gegen „listige Irreführung“ bei bestimmten Lebensversicherungen vorgehen.

Eine Lebensversicherung auf Erleben wurde und wird häufig als gutes Instrument zum Vermögensaufbau gepriesen, so der Verbraucherschutzverein (VSV). Es gebe jedoch Produkte am Markt, durch deren Konstruktion ein Gewinn und Vermögensaufbau geradezu verunmöglicht wird. „Hohe einmalige Abschlusskosten, hauptsächlich Provisionen für Vermittler, entziehen dem Vermögensaufbau von Beginn an Kapital. Wenn dazu noch regelmäßige Teilauszahlungen versprochen werden, dann ist das Produkt für einen Vermögensaufbau gänzlich ungeeignet“, so Wolfgang Staudinger, Geschäftsführer des Finanzberatungsunternehmens fynup GmbH.

Die Pläne

Der VSV startet nun laut einer Aussendung gemeinsam mit der fynup GmbH und dem Wiener Rechtsanwalt Robert Haupt eine Sammelaktion zu diesen Fehlkonstruktionen von Lebensversicherungen, um die Verträge anzufechten und Schadenersatz gegen die Versicherer durchzusetzen.

„Es ist schlicht eine listige Irreführung, wenn diese Produkte – insbesondere von Strukturvertrieben – als eine Art Bausparvertrag mit laufenden Auszahlungen und gleichzeitig zum Vermögensaufbau geeignet verkauft werden“, so Peter Kolba, Obmann des VSV und früherer Rechtschef des VKI. „Die Konsequenz einer Vertragsanfechtung ist der Anspruch auf Rückzahlung aller Prämien mit 4 Prozent Zinsen seit der Zahlung“, so Rechtsanwalt Robert Haupt: „Der Anspruch auf Anfechtung verjährt bei listiger Irreführung erst nach 30 Jahren.“

Der VSV biete seinen Mitgliedern konkret die Prüfung von Verträgen und die risikolose Durchsetzung von Vertragsanfechtungen bzw. Schadenersatz an. Dabei will man mit den schwarzen Schafen bzw. Lebensversicherern – deren Namen nicht genannt werden – zunächst zu einem Generalvergleich kommen. Klappe das nicht, „werden wir mit Unterstützung von Prozessfinanzierern die Ansprüche klagsweise geltend machen“, so Kolba.

 

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