14. Apr 2022   Business Finanz

Inflation übersteigt vorübergehend die 7 Prozent-Marke

Bank Austria ©Manfred Sodia

Wien. Der Krieg in der Ukraine hat zu einer weiteren Beschleunigung der Rohstoffpreise geführt. Die Teuerung legt heuer stark zu, 2023 soll sie aber ebenso deutlich sinken, erwartet die Bank Austria.

Der Krieg in der Ukraine hat die Teuerung stark angeheizt: Im März 2022 stieg die Inflationsrate in Österreich auf voraussichtlich 6,8 Prozent im Jahresvergleich, wodurch die durchschnittliche Teuerung im ersten Quartal fast 6 Prozent betrug, so die UniCredit Bank Austria in ihrer aktuellen Konjunktureinschätzung.

Zumindest bis zur Jahresmitte sei nun mit einer anhaltenden Beschleunigung der Inflation in Österreich über die Energiepreise sowie zunehmend durch die Nahrungsmittelpreise zu rechnen.

„Inflation steigt über 7 Prozent“

Werte über der Marke von 7 Prozent sind zu erwarten, so die BA-Volkswirte. Erst in der zweiten Jahreshälfte dürfte die Stabilisierung der Energiepreise zu einer Verlangsamung der Inflation beitragen können, trotz breiter werdendem Aufwärtsdruck der Preise durch weitergereichte Energiekosten, heißt es weiter. Ende 2022 werde die Inflation voraussichtlich noch immer über 4 Prozent im Jahresvergleich betragen. Doch dann sei Besserung in Sicht.

„Wir gehen von einem durchschnittlichen Anstieg der Verbraucherpreise um 5,9 Prozent im Jahr 2022 aus und trotz der Auslösung von diversen Zweitrundeneffekten von einem spürbaren Rückgang der Inflation 2023 auf 2,3 Prozent“, so UniCredit Bank Austria Chefökonom Stefan Bruckbauer.

Konjunktur wird gebremst

Eine deutlich bremsende Wirkung hat der Ukraine-Krieg auf die Konjunktur: Der BA-Konjunkturindikator sank im März 2022 auf 1,3 Punkte, den niedrigsten Wert seit einem Jahr. „Nach dem Anstieg des BIP um 4,5 Prozent im Vorjahr gehen wir für 2022 unter den derzeitigen Rahmenbedingungen von einem Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent aus“, so BA-Ökonom Walter Puschedl. Die höhere Teuerung vordringlich aufgrund des Anstiegs der Energiepreise werde das Konsum- und Investitionswachstum im Verlauf des Jahres bremsen. Für 2023 erwarte man dann eine Verlangsamung des Wachstums auf 2,6 Prozent.

 

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