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Menschenrechte in Wissenschaft und Praxis: Der neue Master of Human Rights an der Uni Wien

Prof. Michael Lysander Fremuth ©Universität Wien

Die Relevanz der Menschenrechte ist gerade in heutigen Zeiten unbestritten: Prof. Michael Lysander Fremuth, wissenschaftlicher Leiter, erläutert die Inhalte und Praxiselemente des postgradualen Masterprogramms „Human Rights“.

Das postgraduale Masterprogramm „Human Rights“ wird nach einem Relaunch seit Herbst 2021 an der Universität Wien angeboten. Können Sie kurz die Inhalte beschreiben?

Die Menschenrechte werden in ihrer ganzen Bandbreite behandelt: Neben ihrer Geschichte, ihren Begründungsansätzen und kulturellen Kontexten werden etwa auch die verschiedenen Menschenrechtssysteme einschließlich der jeweils vorgesehenen Schutzmechanismen dargestellt. Ebenfalls werden freilich die Inhalte konkreter materieller Menschenrechte inklusive aktueller Entwicklungen behandelt. Gemeinsam mit Expert*innen widmen sich unsere Teilnehmer*innen zudem aktuellen Bezügen des Menschenrechtsschutzes, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz, Klimawandel und Migration. Darüber hinaus vermitteln Praktiker*innen aus dem Menschenrechtsbereich wertvolle Fähigkeiten, etwa in den Bereichen strategischer Prozessführung oder Kampagnenführung. Die Ausgestaltung wird durch Behandlung von Themen wie Menschenrechte und Diplomatie und Menschenrechte und Wirtschaft besonders gut komplementiert.

Zielgruppen und Tätigkeitsfelder des Masterprogramms Human Rights

Wie sehr konzentriert sich das Masterprogramm auf den Rechtsbereich?
Benötigen die Teilnehmer*innen Vorkenntnisse im Bereich Recht?

Das Programm hat einen klar rechtswissenschaftlichen Fokus; besondere Behandlung finden die Prüfung einer Menschenrechtsverletzung sowie Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Teilnehmer*innen, die mit einem juristischen Abschluss (LL.M.) die Universität Wien verlassen, sollen auch tatsächlich ein vertieftes Verständnis der Rechtswissenschaften und damit sehr gute Möglichkeiten einer anschließenden Beschäftigung haben – das schulden wir ihnen als Verantwortliche.

Der Human Rights Master richtet sich aber nicht nur an Personen mit juristischem Abschluss, bei allen anderen sind juristische Vorkenntnisse freilich auch willkommen und können durch entsprechende Arbeitserfahrung nachgewiesen werden. Zudem bieten wir für Personen ohne juristischen Abschluss eine Einführung in die Rechtswissenschaften im Oktober an.

Theorie und Praxis vereint

Das Motto der Weiterbildung lautet „Where Science meets Practice“. Inwiefern und in welcher Form werden Praxiselemente in das Masterprogramm eingebunden?

Praxiselemente sind integraler Bestandteil des Masters: Praktiker*innen berichten aus dem Arbeitsalltag und geben wertvolle Tipps. Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, die erlernten Fähigkeiten in diversen Planspielen auszuprobieren. Durch die Einbindung von Lehrenden aus den Bereichen Diplomatie, Wirtschaft und aus menschenrechtlichen Zivilgesellschaftsorganisationen können die Teilnehmer*innen wertvolle Kontakte knüpfen und bereits im Master herausfinden, welche Fähigkeiten im späteren Berufsleben wichtig sind. Im Rahmen des Moot Courts, einem simulierten Prozessspiel, haben die Teilnehmer*innen nicht nur die Möglichkeit, bereits Erlerntes in die Praxis umzusetzen, sondern auch ihre Rhetorik und Präsentationsfähigkeiten weiter auszubauen und Erfahrung im Verfassen von juristischen Schriftsätzen zu gewinnen.

Für welche Berufsfelder qualifizieren sich die Absolvent*innen des englischsprachigen Masterprogramms?

Jurist*innen beanspruchen ja gern Allrounder zu sein, vielleicht nicht ganz zu Unrecht. Unsere Absolvent*innen können durch die erhebliche Bandbreite unseres Programmes und die Vielfalt der vermittelten Themen, Perspektiven, Fähigkeiten und Kontakte menschenrechtliche Fragestellungen in der Privatwirtschaft ebenso gut bearbeiten wie sie ihre erworbene Expertise in staatliche Behörden, internationale Organisationen oder in Nichtregierungsorganisationen einbringen können. Natürlich dürfte ihnen zugleich die Reputation der Marke dienen ­– immerhin sind wir die Universität Wien, eine der ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt.

Worauf basiert Ihre persönliche Begeisterung für den Bereich Menschenrechte?

Schon als Kind hat mich Ungerechtigkeit unglaublich geärgert und der Schritt zu den Menschenrechten, die ich als Beitrag zur Gerechtigkeit begreife, war daher nur ein kleiner. Wenn man älter wird, begreift man als politisch interessierter Mensch zudem die überragende Bedeutung der Menschenrechte als Querschnittsthema, das alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, national und international, durchdringt. Menschenrechte als die Geburtsrechte aller Menschen sind eine so wunderbare Errungenschaft und ein so wichtiges Versprechen, dass es aller Mühen wert ist, dafür zu streiten. Zugleich ist mir als Wissenschafter wichtig, dass zwischen Politik und politischen Agenden einerseits und den Menschenrechten andererseits unterschieden wird. Wenn wir jeden partikulären Wunsch und jede Forderung als Menschenrecht formulieren und behaupten, drohen die Menschenrechte zur kleinen Münze zu werden. Das wäre schade, würde es doch ihre Besonderheit, Anschlussfähigkeit und ihren Schutz schmälern.

Zur Person

Michael Lysander Fremuth ist Universitätsprofessor für Grund- und Menschenrechte an der Universität Wien sowie wissenschaftlicher Direktor des Ludwig Boltzmann Instituts für Grund- und Menschenrechte. Seit 2021 leitet er zudem das postgraduale Masterprogramm „Human Rights“ an der Universität Wien.

Shortfacts

Abschluss: Master of Laws (LL.M.)

  • Dauer: 2 Semester (berufsbegleitend)
  • Umfang: 60 ECTS Credits
  • Sprache: Englisch
  • Kosten: EUR 13.000,-
  • Start: jährlich im Oktober
  • E-Mail: humanrights@univie.ac.at
  • www.postgraduatecenter.at/humanrights

Mehr Infos unter:

Universitätslehrgang Human Rights (LL.M.), Universität Wien Postgraduate Center

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