13. Mai 2022   Business Finanz Personalia Recht

Erste Group-CEO Bernd Spalt will nicht verlängern

Bernhard Spalt ©Vali Mirea / Erste Bank

Top-Management. Ein Jahr vor Ablauf seiner Amtszeit als CEO der Erste Group hat Bernd Spalt heute verkündet, nicht verlängern zu wollen – wegen Divergenzen zur Strategie.

Konkret hat Spalt laut Aussendung der Großbank dem Nominierungausschuss des Aufsichtsrates mitgeteilt, dass er seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender, der bis 30.6.2023 abgeschlossen ist, nicht verlängern wird. Seine Entscheidung sei eine Folge von unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige langfristige Gesamtausrichtung der Gruppe, heißt es darin.

Der Aufsichtsrat der Erste Group werde in den zuständigen Gremien den Prozess für die Nachfolge nach der Neukonstitutionierung des Nominierungsausschusses im Gefolge der kommenden Hauptversammlung (18. Mai 2022) in Gang setzen. Bis auf weiteres führe Bernd Spalt die Geschäfte der Erste Group fort.

Die Statements

Friedrich Rödler, Aufsichtsratsvorsitzender der Erste Group: „Natürlich respektieren wir die Entscheidung von Bernd Spalt und bedanken uns schon jetzt für die höchst erfolgreiche Arbeit als CEO. Unserem Unternehmen geht es außerordentlich gut, was nicht zuletzt die Rekordergebnisse und alle relevanten Kennzahlen beweisen. Bernd hat in den letzten 32 Jahren in unterschiedlichen Funktionen wesentlich zum Erfolg der Erste – auch in schwierigen Zeiten – beigetragen. In den zahlreichen Krisen der Vergangenheit hat seine strategische Weitsicht, sein konsequentes Handeln und seine persönliche Integrität dazu geführt, dass die wichtigste Finanzgruppe im CEE-Raum so gut dasteht.“

CEO Bernd Spalt wird zitiert: „Ich möchte mich bei allen Mitarbeiter*innen der Erste Group, meinen Vorstandskolleg*innen und meinem engsten Team für die ausgezeichnete Zusammenarbeit in den letzten Jahren bedanken. Friedrich Rödler danke ich sehr für die professionelle und von großer Ernsthaftigkeit und Respekt getragene Kooperation. Die Erste war meine professionelle Heimat und ich habe es immer als Privileg empfunden, den Sparkassengedanken in den unterschiedlichen Funktionen in alle Länder der Gruppe zu tragen. Ich bin sehr dankbar, dass ich in den letzten Jahren dieses Unternehmen wesentlich mitgeprägt habe. Die Erste ist eine ausgezeichnete Bank und wird das auch künftig sein.“

 

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