Software-Center Hagenberg: KI ist nicht mehr genug

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Think Tanks. Die Software Competence Center Hagenberg GmbH stellt sich neu auf: Gerade erneut als Comet K1-Zentrum gefördert, will man künftig nicht nur mit KI, sondern „ganzheitlich“ an neue IT-Aufgaben herangehen.

Die Software Competence Center Hagenberg GmbH (SCCH) stelle sich neu auf, heißt es in einer Aussendung: Bestätigt als Comet K1-Zentrum, welches von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) gefördert wird, entwickele man sich unter dem neuen Zentrumsnamen „Integrate“ zu einem „Competence Center for Integrated Software- and AI-Systems“. Dafür erhalte man 22,7 Millionen Euro für die kommenden vier Jahre.

Wenn künstliche Intellligenz nicht genug ist

Künstliche Intelligenz sei zwar in aller Munde und biete fantastische Möglichkeiten, ist aber nicht die Lösung aller Probleme, heißt es weiter. Dagegen stelle klassische Software nach wie vor die Grundlage unserer heutigen Digitalisierung dar, stoße aber auch oft an ihre Grenzen. Zugleich etablieren sich mehr und mehr neue Technologien wie Quantencomputer oder Brain-inspired Computing. „Die Herausforderungen, vor denen Unternehmen aber auch die Gesellschaft und unser Planet stehen, lassen sich nicht mehr allein durch einen singulären Technologieansatz lösen.“ meint Prof. Robert Wille, wissenschaftlicher Geschäftsführer des SCCH: „Stattdessen braucht es einen ganzheitlichen Ansatz, der sich die jeweiligen Stärken der verschiedenen Technologien zu Nutze macht und die jeweiligen Schwächen ausgleicht.“

Die Partner

Für die kommende vierjährige Förderperiode wurden laut den Angaben 35 international agierende Unternehmenspartner gewonnen, darunter Bosch, BMW, Kapsch, Trumpf Maschinen Austria, Engel, KEBA, Rubble Master, Fronius, weiters die OÖ Gesundheitskasse sowie rund 25 wissenschaftliche Partner. Neben den Firmenpartnern stelle das neue SCCH auch die Gesellschaft sowie den Planeten Erde als explizite Stakeholder in den Mittelpunkt aller Forschungsaktivitäten.

Dabei orientiere man sich an den Sustainable Development Goals (SDGs), also den Zielen der Vereinten Nationen (UN) für eine nachhaltige Entwicklung, so Markus Manz, kaufmännischer Geschäftsführer des SCCH. Die SCCH selbst wurde im Jahr 1999 als Spin-off durch die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) gegründet und zähle heute 115 Mitarbeitende aus 20 Nationen.

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