08. Aug 2022   Business Recht Steuer Tools

Neues Arbeitsmodell bei 3M: Vor Ort, hybrid oder remote

Carmen Greider ©3M Deutschland GmbH

Wien. 3M Österreich startet das neue Arbeitsmodell „Work Your Way“: Es lässt durch drei Grundtypen die Wahl zwischen Arbeit vor Ort, hybrid oder remote. So funktioniert das Modell – und so haben sich die Beschäftigten entschieden.

Mit „Work Your Way“ sollen die Mitarbeitenden von 3M Österreich mehr Freiräume erhalten: Basierend auf den Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie habe das Technologieunternehmen, das weltweit rund 95.000 Beschäftigte hat und in Österreich Standorte in Wien und Villach betreibt, das Konzept entwickelt. Es umfasst neben verschiedenen Abstufungen für mobiles Arbeiten auch flexiblere Arbeitszeiten. An den US-amerikanischen 3M Standorten läuft es bereits, in der DACH-Region, Belgien und den Niederlanden ist es im Mai gestartet, langfristig werde das Programm weltweit ausgerollt.

Bis jetzt haben sich in Österreich 68% für „Hybrid“, 20% für „Remote“ und 7% für „Mainly On-Site“ entschieden, 5% haben noch nicht gewählt, heißt es dazu auf Anfrage von Extrajournal.Net. Einige Bereiche – etwa Sales – seien bereits vorher zu praktisch 100% „remote“ gewesen, während die Produktion aus technischen Gründen derzeit nicht umgestellt werden kann. Ähnlich ist übrigens auch die Entscheidung in Deutschland ausgefallen: Hier lauten die Zahlen 53% „Hybrid“ (1-4 Tage), 16% „Full Remote“ (wiederum ohne Sales) und 30% für „Mainly On-Site“.

Gestaltungsfreiheit als Schlüssel für Innovationsfähigkeit

„Arbeiten bei 3M ist seit jeher geprägt durch Freiräume, Eigeninitiative und Vertrauen. Mit ‚Work Your Way‘ verankern wir diese Unternehmenskultur noch stärker im Arbeitsalltag“, so Carmen Greider, Geschäftsführerin der 3M Österreich GmbH. Zunächst gelte das neue Arbeitsmodell für Mitarbeitende außerhalb der Produktion, perspektivisch seien entsprechende Varianten für alle Berufsgruppen vorgesehen.

„Mit unserer ,Based on impact‘-Philosophie stellen wir Ergebnisse in den Vordergrund und ermöglichen unseren Mitarbeitenden größtmögliche Freiheit darin, wie sie zum Unternehmenserfolg beitragen. Damit berücksichtigen wir den Wunsch unserer aktuellen wie künftigen Beschäftigten nach Flexibilität und Unabhängigkeit und bieten ein attraktives Arbeitsumfeld, das Innovationen und Produktivität fördert“, so Greider weiter.

Drei Varianten je nach Job und Sicherheitslevel

Mitarbeitende wählen mit „Work Your Way“ konkret aus drei Optionen:

  • Bei „Mainly On-Site“ verbringen sie mehr als 80 Prozent ihrer Arbeitszeit an einem 3M Standort,
  • bei „Hybrid“ sind es zwischen 20 und 80 Prozent.
  • „Remote“ bezeichnet eine Tätigkeit weitestgehend ohne Präsenz auf dem Firmengelände.

Darüber hinaus ermögliche 3M auch mehr als zuvor, die Arbeitszeiten freier zu gestalten. Die Entscheidung für die drei Optionen ist abhängig vom Tätigkeitsbereich, heißt es: Insofern habe nicht das ausgewählte Modell Einfluss auf den Arbeitsbereich, sondern der Arbeitsbereich habe Einfluss auf die Wahl der Optionen (z.B. bei Labortätigkeiten, etc.) Die verschiedenen Optionen haben keinen Einfluss auf die Vergütung, wird festgehalten.

Neue Raumkonzepte gehören dazu

3M gestalte auch die Räumlichkeiten entsprechend um und verwandele klassische Büro-Arbeitsplätze in eine kollaborative Arbeitsumgebung. Meetings sind virtuell organisiert, sodass sich Mitarbeitende unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zuschalten und gleichberechtigt einbringen können. Persönliche Begegnungen dienen in erster Linie dem informellen Austausch, dem Netzwerken, Kreativ-Workshops, Teambuilding-Aktivitäten sowie Festivitäten, heißt es dazu weiter.

Sicherheits-Checks für mobiles Arbeiten

Auch wenn sich der Arbeitsort der Belegschaft zunehmend von den Firmenstandorten wegverlagert, lege man großen Wert auf Informations- und Arbeitssicherheit. So überprüfe das Unternehmen anhand einer Risikobewertung, dass die Voraussetzungen für das mobile Arbeiten den Kriterien im Hinblick auf Datenschutz, Ergonomie und Arbeitssicherheit gerecht werden. Außerdem passt 3M „Work Your Way“ jeweils an lokale Gegebenheiten wie gesetzliche Arbeitszeitregelungen an und verankert das Konzept in Österreich und Deutschland auch in einer entsprechenden Betriebsvereinbarung.

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