Linde Verlag gründet Digitaltochter mit Venionaire

Benjamin Jentzsch, Berthold Baurek-Karlic ©Venionaire Capital

Wien. Der Linde Verlag gründet die Linde Digital GmbH mit Beteiligung von Venionaire Capital: In der neuen Tochter werden alle digitalen Aktivitäten gebündelt, geplant sind auch weitere Akquisitionen.

Fachverlag Linde gehe mit der neuen Tochtergesellschaft die Zukunft an, heißt es in einer Aussendung: In der Linde Digital GmbH bündelt der Verlag zukünftig alle seine digitalen Aktivitäten und holt mit einer Beteiligung von Venionaire Capital einen unternehmerischen Reg-Tech und Tax-Tech-Spezialisten an Bord.

Der Linde Verlag werde neben etablierten Eigenentwicklungen zukünftig verstärkt auf die Zusammenarbeit mit und Beteiligungen an Start-ups für die Kernzielgruppe von Steuerberater*innen, Anwält*innen und Notar*innen setzen. Strategische Beteiligungen, bei welchen auch spätere Akquisitionen nicht ausgeschlossen sind, sollen in Zukunft vermehrt direkt über die Linde Digital GmbH erfolgen, heißt es weiter.

Die Strategie

Mit der Linde Digital GmbH entwickelt der Linde Verlag nun neue digitale Geschäftsmodelle und baut gezielt digitale Kompetenzen des Verlags aus. Klaus Kornherr, Geschäftsführer Linde Verlag: „Die Digitalisierung bringt nicht nur neue Technologien mit sich. Sie schafft auch neue Möglichkeiten, um eine erfolgreiche Weiterentwicklung in den Bereichen Steuern, Wirtschaft und Recht voranzutreiben. Mit der Linde Digital GmbH wird an der Umsetzung neuer Ideen gearbeitet sowie digitale Konzepte und Lösungen geprüft, mit dem Ziel den Arbeitsalltag von in der Rechtsbranche Tätigen zu erleichtern.“

Der Linde Verlag sei bereits heute mit einer der führenden und am Markt etablierten Rechtsdatenbanken sehr erfolgreich und spüre darüber hinaus große Nachfrage in der Digitalisierung des hauseigenen Bildungsangebots sowie in der sicheren Verwahrung bzw. im Austausch kritischer Daten und Dokumente. „Eine entscheidende Rolle spielt für uns die Zusammenarbeit mit aussichtsreichen Start-ups. Über einen Fonds von Venionaire sind wir bereits erfolgreich an der Blockpit AG sowie dem digitalen Signaturanbieter Sproof.io indirekt beteiligt. Die Partnerschaft mit Venionaire zu vertiefen, um in Zukunft strategisch wichtige Beteiligungen direkt einzugehen, war ein logischer nächster Schritt“, so Benjamin Jentzsch, Geschäftsführer und Eigentümer Linde Verlag und Linde Digital GmbH: „Mit einer Beteiligung von Venionaire Capital an der Linde Digital GmbH bauen wir eine Brücke vom traditionellen Fachverlag zu Start-ups. Die Idee ist es, auf diesem Weg wertschöpfende Beiträge bei der Digitalisierung der Verlagsbranche zu leisten und die Zukunft aktiv mitzugestalten.“

Der Partner Venionaire Capital

Venionaire Capital konzentriere sich seit der Gründung 2012 auf Start-ups und Scale-ups „Made in Europe“ und verstehe sich als Innovationsmotor am Wirtschaftsstandort Österreich. „Wir freuen uns darauf, ein erfolgreiches Familienunternehmen wie den Linde Verlag bei der digitalen Transformation zu begleiten, schätzen das in uns gesetzte Vertrauen sehr, und nehmen die verantwortungsvolle unternehmerische Aufgabe mit vollem Elan an“, so Venionaire Capital Gründer und Managing Partner (CEO) Berthold Baurek-Karlic. Ziel sei es als Linde Digital GmbH weitere Unternehmen und Marken zu akquirieren und so das digitale Angebot des Verlags stärker auszubauen sowie das Marktgeschehen speziell im Umfeld der juristischen Verlagswerke im deutschsprachigen Raum als First Mover mitzuprägen.

Der Verlag

Der Linde Verlag wurde 1925 in Wien gegründet und ist einer der führenden Verlage in den Bereichen Steuer, Wirtschaft und Recht in Österreich. Jährlich erscheinen rund 270 neue Fach- und Sachbücher sowie E-Books, darunter zahlreiche Standardwerke, sowie 19 Fachzeitschriften. Mit Linde Digital bietet der Verlag eine Vielzahl seiner Inhalte online an. Unter Linde Media gibt es u.a. Artikel, Podcasts und Videos. Linde Campus bündelt die Weiterbildungsangebote des Verlags mit bis zu 300 Seminaren und Konferenzen jährlich.

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