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Business, Finanz, Personalia, Recht

Neuer Vorstand für FMA per Ausschreibung gesucht

Helmut Ettl ©FMA

Wien. Finanzminister Magnus Brunner hat im Amtsblatt der Wiener Zeitung die Ausschreibung für einen neuen Vorstand der Finanzmarktaufsicht FMA gestartet. Spencer Stuart ist behilflich.

Die Ausschreibung wurde heute veröffentlicht, die Bewerbungsfrist läuft bis 14. Oktober 2022. Derzeit hat die FMA zwei Vorstände, Eduard Müller und Helmut Ettl. Das Mandat von Ettl läuft laut einem ORF-Bericht im Februar 2023 aus. Bewerbungen sind an den Finanzminister zu richten, konkret via Beratungsunternehmen Spencer Stuart & Associates in Frankfurt. Dort wird Consultant Matthias Fritton als Zuständiger angeführt. Fritton hat einschlägige Erfahrung in der Finanzbranche und war zuvor u.a. Generalbevollmächtigter bei der Deutsche Börse AG.

Die Regeln

FMA-Vorstände werden auf Vorschlag der Bundesregierung vom Bundespräsidenten für die Dauer von fünf Jahren bestellt, eine Wiederbestellung ist zulässig. Wer sich für den Job bewerben will, muss laut der Ausschreibung ein abgeschlossenes Rechts- oder Wirtschaftsstudium sowie einschlägige Leitungs- und Führungserfahrung vorweisen können. Gefordert wird weiters „natürliche Autorität mit ausgezeichnetem Auftreten, Kommunikationsstärke und selbstsicherer Repräsentation“.

Auch Kenntnisse auf dem Gebiet der Bankenabwicklung sollen die Bewerber und Bewerberinnen mitbringen, heißt es weiter – bekanntlich ein für die FMA wichtiges Thema in den letzten Jahren. Frauen sind ausdrücklich eingeladen sich zu bewerben. Zu den wichtigen Aufgaben des neuen FMA-Vorstands zählt laut Ausschreibung auch die Kooperation mit der Nationalbank (OeNB) und dem Finanzministerium, sowie die Vertretung Österreichs und Mitarbeit in den EU- und internationalen Gremien.

Kandidaten werden kolportiert

Keine Erwähnung findet derzeit der Plan aus der Ära Kurz, den Vorstand der FMA auf eine Person zu verkleinern. Damit wäre Österreich ausgerechnet bei der Finanzmarktaufsicht vom dem in der Finanzbranche bewährten Vier-Augen-Prinzip abgerückt, weswegen der Plan auch heftig kritisiert wurde und nicht mehr zur Ausführung kam. Laut Medienberichten könnte sich Ettl nun erneut für das Vorstandsmandat bewerben. Ein Kandidat sei auch Josef Meichenitsch, ein Ex-FMA-Mitarbeiter, der derzeit in der Österreichischen Nationalbank (OeNB) tätig ist und früher Berater von Grünen-Vizekanzler Werner Kogler war.

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