Manuel Galler von der TU Graz gewinnt Science Slam

Grazer Science Slam Sieger 2022 Manuel Galler von der TU Graz ©wildundwunderbar

Wissenschaft im Theater. Mit seiner Bühnenperformance „Netzfehler – wir müssen draußen bleiben“ hat der Energietechnikforscher Manuel Galler von der TU Graz den Science Slam 2022 im Grazer Orpheum gewonnen.

Bei einem Science Slam steht die populärwissenschaftliche Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte im Vordergrund: Die sonst als trocken verschrienen „MINT“-Materien (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sollen vielen Menschen einfach verständlich vermittelt werden. Eine geballte Ladung Wissenschaft gab es nun unlängst im Orpheum in Graz: Sechs steirische Forscherinnen und Forscher präsentierten ihre Forschungsgebiete auf der Bühne in nur sechs Minuten.

Erlaubt waren wie bei allen Science Slams jegliche kreativen Hilfsmittel und Requisiten, nur auf Beamer und Bildschirmpräsentationen musste verzichtet werden. Die rund 350 Gäste bekamen dabei durchaus humorvolle Darbietungen geboten. Die Präsentationen reichten vom Einfluss von Sonnenstürmen auf das Stromnetz über Parallelen zwischen Künstlicher Intelligenz und dem Orakel von Delphi bis zu Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin.

Das Publikum entschied

Am Ende des Abends bewertete das Publikum Inhalt, Verständlichkeit und Kreativität jeder Präsentation und kürte den Slam-Champion: Manuel Galler vom Institut für Elektrische Anlagen und Netze der TU Graz, der nicht nur die meisten Votings, sondern auch den größten Applaus und die lautesten Lacher einheimste, wie es heißt. Er sorgte schon mit seiner Begrüßung für Heiterkeit im Saal („Ich heiße nicht nur Manuel Galler, sondern auch Sie herzlich willkommen“) und erklärte, warum Netzfehler in einem vermehrt aus Photovoltaik und Windkraft gespeisten Stromnetz gravierende Auswirkungen auf die Netzstabilität haben können.

Auf der Bühne des Science Slam Graz 2022 standen u.a. auch:

  • Carina Lehmal, TU Graz mit „Elektrotechnik sprach, es werde Licht, doch der Wechselrichter gehorchte nicht“.
  • Barbara Kirnbauer und Team, Med Uni Graz mit „Künstliche Intelligenz in der Zahnmedizin“.
  • Manuel Galler, TU Graz mit „Netzfehler – wir müssen draußen bleiben“.
  • Lisa Grobelscheg und Stefanie Hatzl, FH Campus 02 mit „Ist KI das Orakel von Delphi 2.0?“.
  • Philipp Schachinger, TU Graz mit „Die Sonne, ein stürmisches Wesen“.
  • Philipp Spitzer, Uni Graz mit „Wie kann Bier den Chemieunterricht besser machen?“.

Als Vertreter der Steirischen Hochschulkonferenz (SHK) waren die Rektoren Harald Kainz (TU Graz) und Peter Riedler (Uni Graz) anwesend. Kainz, der seit 1. Oktober den SHK-Vorsitz innehat, übernahm die Siegerehrung.

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