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Ein Berliner Gefängnis wird zum Hotel des Jahres

Hotel Wilmina in Berlin ©Wilmina

Berlin. Das Hotel Wilmina wurde auf der Fachkonferenz „196+“ zur Hotelimmobilie des Jahres 2022 gewählt: Zuvor ein Frauengefängnis, bietet der denkmalgeschütze Ex-Justizstandort jetzt 44 Gästezimmer.

Die Auszeichnung „Hotelimmobilie des Jahres 2022“ der 196+ Hotelforum-Fachkonferenz ging dieses Jahr an das Hotel Wilmina in Berlin. Das Wilmina ist Teil eines denkmalgeschützten Justiz-Ensembles aus dem 19. Jahrhundert.

„Gelungen ist die Entstigmatisierung eines Immobilien-Ensembles aus leerstehendem Gerichtsgebäude und ehemaligem Frauengefängnis und damit die 180-Grad-Drehung der vorigen Nutzung in ein wohnliches, mit Liebe zum Detail ausgestattetes Hotel und Restaurant mit Ausstellungsfläche für Kunst“, lobt Jury-Vorsitzender Andreas Martin: „So wurde diesem, längere Zeit leer stehenden Areal eine neue Nutzung zugeführt und damit auch eine Aufwertung der Umgebung erzielt.“

Übernachten in der Zelle

Im Zellentrakt wurden mehrere der ehemaligen Gefängniszellen verbunden und zu Hotelzimmern umgebaut. Um einen besseren Ausblick zu gewähren, wurden dabei die relativ kleinen Zellenfenster nach unten erweitert, während die Gitter im oberen Fensterteil erhalten blieben.

Der ehemalige Schleusenhof wurde zum Restaurantsaal umgebaut. Aus den ehemaligen Gefängniszellen entstanden insgesamt 44 Gästezimmer. Das Spektrum reicht von kleinen Schlafkojen (11 Quadratmeter) bis hin zu einem Loft mit 75 Quadratmetern, das sich im ehemaligen Versammlungsraum befindet.

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