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Freshfields und Hogan Lovells helfen bei Glasfaser-Ausbau

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Datenhighways. Freshfields Bruckhaus Deringer berät das Glasfaser-Unternehmen TNG bei der Aufnahme eines Kredits in Höhe von 325 Millionen Euro. Und Hogan Lovells hilft beim Verkabeln der Stadt Essen.

Freshfields Bruckhaus Deringer berät laut den Angaben das ICG-Portfoliounternehmen TNG bei seiner bisher größten Kreditaufnahme: Laut Plan sollen in den nächsten Jahren mehr als 500.000 Haushalte mit FTTH (Fibre to the Home) versorgt werden. Der Investor Intermediate Capital Group (ICG) hat sich 2021 an TNG beteiligt. Die KfW und die NordLB fungierten bei der Kreditaufnahme als Bookrunner, weitere Banken waren die Hamburg Commercial Bank, die Kommunalkredit, NIBC und ING.

Die KfW stelle dabei insbesondere Kapital aus dem staatlichen Programm für digitale Infrastruktur zur Verfügung. Die Darlehen haben eine Laufzeit zwischen fünf und sieben Jahren und sind teilweise ESG-gebunden, heißt es weiter. Das Freshfields-Team bestand aus Michael Josenhans (Federführung), Marlin Jürgens, Aleksandar Djurdjevic und Theodoros Fostieris (alle Finance, Frankfurt).

Glasfaser-Entwicklungsland Deutschland

Unter Leitung der Frankfurter Partner Alexander Stefan Rieger und Jörg Herwig berät auch Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells bei einem Glasfaser-Deal: Konkret betreut Hogan Lovells demnach den Infrastrukturfondsmanager DIF Capital Partners (DIF) beim Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an ruhrfibre. An dem Joint Venture sind neben DIF der Projektentwickler metrofibre sowie die Stadt Essen als strategische Partner beteiligt. DIF werde über seinen CIF III-Fonds das erforderliche Kapital für die Realisierung des Ausbaus bereitstellen.

Die Transaktionsstruktur sei ein Novum auf dem deutschen Glasfasermarkt und reflektiert insbesondere, dass die Anzahl von Glasfaseranschlüssen in städtischen Gebieten weiterhin gering ist und der Ausbau in Großstädten bisher nur wenige private Investitionen angezogen hat. Im Rahmen des Projektes sollen sowohl Privathaushalte als auch öffentliche und gewerbliche Kunden an das Glasfasernetz angeschlossen und die Digitalisierung der Stadt Essen hin zu einer Smart City weiter vorangetrieben werden, heißt es.

Derzeit liegt Deutschland bei der Glasfaserversorgung lediglich an 34. Stelle, nur vier OECD-Länder haben eine niedrigere Quote. Die Stadt Essen sei ein Beispiel für das Potenzial für die Glasfaserversorgung in städtischen Gebieten, da bislang erst 5% der Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen sind.

 

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