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Outdoorartikel werden für Sportfachhandel immer wichtiger

Michael Nendwich ©VSSÖ / Franz Neumayr

Retail-Trends. Mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes macht der österreichische Sportfachhandel mit Outdoorartikeln. In den letzten zwei Jahren ist dieser Bereich auf 28 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche gewachsen.

Der Outdoor-Bereich hat sich in den letzten zwei Jahren zu einem wichtigen Geschäftsbereich für die Sportartikelindustrie und den Sportfachhandel in Österreich entwickelt. Im Zeitraum von September 2021 bis August 2022 hat die heimische Outdoorindustrie rund 622 Mio. Euro mit dem Verkauf von Outdoorbekleidung, -schuhen und -zubehör erwirtschaftet, so die Ergebnisse einer Umfrage des Verbands der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ). Der Betrag ist in den vergangenen zwei Jahren im zweistelligen Prozentbereich gewachsen und entspricht laut VSSÖ 28 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:

  • Der Umsatz von rund 622 Mio. Euro teilt sich auf in die Bereiche „Bekleidung“ mit 48 Prozent, „Schuhe“ mit 38 Prozent und „Zubehör“ mit 15 Prozent.
  • Besonders Skitouren, Schneeschuh-/Winterwandern und Nordic Fitness sind beliebte Outdooraktivitäten.
  • Bei den Konsumenten ist laut Umfrageergebnis ein Trend erkennbar, dass diese Produkte möglichst multifunktional bei mehreren Sportarten bzw. auch im Alltag tragbar sein sollen.
  • Kunden möchten außerdem mit so wenig Ausrüstung wie möglich auskommen, die zugleich sehr leicht sein soll.
  • Für eine hohe Produktqualität sind die Konsumenten laut Umfrage bereit höhere Preise zu zahlen und sie lassen sich im Fachgeschäft beraten.
  • Die Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Materialien „Made in Europe“ ist in den letzten Jahren stark angestiegen, heißt es.

Neue Arbeitsgemeinschaft

Als Reaktion auf diese Entwicklung werde Anfang 2023 unter dem Dach des VSSÖ eine spezialisierte Interessengemeinschaft, die ARGE Outdoor, gegründet. „Mit dieser Bündelung wird es erstmals möglich sein, Marktzahlen der Outdoorbranche zu erheben“, so Holger Schwartig, Sprecher des VSSÖ Präsidiums. „Das bildet die Grundlage dafür, gemeinsam Ziele und Interessen durchzusetzen.“

Vorbild für die ARGE Outdoor bildet dabei die ARGE Fahrrad, die seit acht Jahren unter dem Dach des VSSÖ organisiert ist. „Der Zusammenschluss der Fahrradindustrie ist ein Best-Practice-Beispiel für das, was mit einer spezialisierten Interessengemeinschaft alles möglich ist“, so Michael Nendwich, Sprecher des Sportartikelhandels in der WKO und Geschäftsführer des VSSÖ: „Die ARGE-Fahrrad wächst stetig, ist als Stimme der österreichischen Fahrradindustrie eine bedeutende Kommunikations- und Informationsplattform und hat ganz konkrete Ergebnisse vorzuweisen, wie zum Beispiel die Ermöglichung von Dienstrad-Modellen in Österreich.“

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