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Diversitas-Preis 2022 geht an sieben Hochschulen

FH Technikum Wien ©Grabner

Uni-Management. Der Diversitas-Preis des Wissenschaftsministeriums geht heuer an sieben Hochschulen, darunter FH Technikum Wien, Uni Klagenfurt, Uni Wien und WU Wien.

Minister Martin Polaschek hat am 12. Dezember insgesamt sieben Hochschulen mit dem Diversitas-Preis ausgezeichnet:

  • Die fünf mit je 25.000 Euro dotierten Hauptpreise gingen an Fachhochschule Technikum Wien, Pädagogische Hochschule Steiermark, Universität Klagenfurt, Universität Wien sowie Wirtschaftsuniversität Wien.
  • Die zwei Anerkennungspreise zu je € 12.500.- gingen an die Montanuniversität Leoben sowie die Universität Innsbruck.

Die ausgeschütteten Preisgelder sind zweckgebunden und für den Bereich des Diversitätsmanagements zu verwenden, so das Ministerium.

Diversität als Chance

Zur Teilnahme am Diversitas-Preis wurden die öffentlichen und privaten Universitäten, die Fachhochschulen, die Pädagogischen Hochschulen, das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie die Ludwig Boltzmann-Gesellschaft vom Ministerium eingeladen.

Eine internationale Fachjury wählte dann aus insgesamt 15 Einreichungen die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Bei der Beurteilung der Einreichungen wurde laut den Angaben besonderes Augenmerk auf die Strategie- und Strukturverankerung der Aktivität in der jeweiligen Hochschulorganisation, auf das kulturverändernde, innovative Potenzial der Aktivität sowie auf die Übertragbarkeit auf andere Hochschulen im Sinne eines voneinander Lernens gelegt. Beispielsweise hat sich die FH Technikum Wien verpflichtet, den Anteil an Frauen in der Lehre und Leitungspositionen bis 2025 auf 30 % zu erhöhen und den Frauenanteil bei Studierenden weiter zu steigern, heißt es dort.

„Vielfalt und Diversität stellen essentielle Potenziale dar und geben uns eine Chance für Weiterentwicklung. Die Diversitäts-Aktivitäten unserer Hochschulen unterstreichen sehr schön, dass sie diese Chance proaktiv aufgreifen und essentielle Beiträge für den eine gedeihliche gesellschaftliche Weiterentwicklung leisten“, so Polaschek in seinen Begrüßungsworten.

Struktur und Technik im Fokus

An den Hochschulen und Forschungseinrichtungen kristallisierten sich laut Ministerium bei den heurigen Einreichungen zwei Schwerpunkte heraus: Strukturelle Maßnahmen, die auf Organisationskulturen abzielen und technikbasierte Maßnahmen, die etwa durch digitale Innovationen einen wichtigen Beitrag für das Diversitäts-Management leisten.

Erstere finden sich bei der Universität Klagenfurt wieder, die sowohl beim Recruiting als auch beim Onboarding auf diversitätskompetentes Handeln setze oder bei der Universität Wien, die in konsequenter Weiterführung ihrer bisherigen Diversitäts-Aktivtäten ein umfassendes Diversitäts-Netzwerk mit vielfältigen Maßnahmen unter dem Titel „Multiply Diversity!“ strukturell etabliert habe. Ebenfalls in die Organisationskultur eingreifend sei die Maßnahme „Diversity@MUL“ der Montanuniversität Leoben, die damit erstmals einen Diversitas-Preis zugesprochen bekam.

Der zweite Fokus „Diversität und Technik“ findet sich bei der Pädagogischen Hochschule Steiermark, die auf „Digitalisierung und Inklusion“ setze, der Wirtschaftsuniversität Wien, die ein interaktives Gleichstellungsmonitoring umgesetzt und auch bei der Universität Innsbruck, die ein Online-Tool entwickelt habe, mit dem Stelleninserate auf diskriminierungsfreie Sprache hin untersucht werden können.

Auch die bereits mehrfach mit dem Diversitas-Preis ausgezeichnete Fachhochschule Technikum Wien setze mit ihrem Programm „WeCanTech – Maßnahmen zur Genderequality“ Schwerpunkte in diesem Bereich, um unter anderem die Anzahl der Frauen im MINT-Bereich zu erhöhen.

Der Zeitplan für das nächste Mal

Zum fünften Mal soll der Diversitas-Preis im Jahr 2024 vergeben werden, so eine Ankündigung von Sektionschefin Barbara Weitgruber, unter deren Agenden Gleichstellung und Diversitätsmanagement fallen.

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