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Immobilien: 17% Rückgang sind laut CBRE „solide“

Lukas Schwarz ©CBRE

Business-Immos. Mit rund 4 Milliarden Euro Investmentvolumen war der österreichische Markt 2022 laut CBRE „insgesamt solide“. Das ist allerdings ein Rückgang um 17 Prozent.

Mit rund 4 Milliarden Euro Investmentvolumen wurde 2022 laut Immo-Beratungsunternehmen CBRE ein insgesamt solides Ergebnis am österreichischen Immobilien-Investmentmarkt erzielt, das dem 10-Jahres-Durchschnitt entspreche.

Gegenüber 2021 ging das Volumen um rund 17% zurück, was primär auf die globalen Herausforderungen und Rahmenbedingungen zurückzuführen ist, heißt es in einer Aussendung: „In Anbetracht des veränderten Marktumfeldes – Inflation, die angepasste Zinspolitik und deren Auswirkungen auf die globalen Immobilienmärkte – ist das Ergebnis realistisch und entspricht unseren zuletzt veröffentlichten Prognosen“, so Lukas Schwarz, Head of Investment Properties bei CBRE.

Es wird mehr und länger geprüft

Als Konsequenz des aktuellen Marktumfeldes haben sich bei Immobilieninvestments sowohl Kaufprozesse als auch Kaufkriterien verändert, so CBRE: Zum einen nehmen Prüfprozesse vor Akquisen mehr Zeit in Anspruch, zum anderen fokussieren sich Investoren auf gute und überzeugende Assets. „Neben beispielsweise Lage und Mieterstruktur spielen vor allem ESG Kriterien eine wichtige Rolle bei der Auswahl von Immobilien“, so Schwarz

„Neuordnung der Preisvorstellungen“

Immobilien, die diesen Anforderungen nicht entsprechen, nehmen „Investoren nicht in die engere Auswahl oder werden nur mit großen Abschlägen gekauft“, so Schwarz. Nach wie vor befinde sich der österreichische Immobilienmarkt in einem „Repricing“-Prozess. Diese Neuordnung der Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern werde sich wohl zumindest auch in der ersten Jahreshälfte 2023 fortsetzen.

Assetklassen, Investoren und Renditen im Überblick

  • Die stärkste Assetklasse, in die rund 38% des Investmentvolumens flossen, war 2022 Wohnen, gefolgt von Büro (20%) und Logistik (15%). Rund 10% wurden in Retail Immobilien investiert, 17% flossen in andere Assetklassen.
  • Beinahe zwei Drittel – 61% – der Investoren im Jahr 2022 kommen aus Österreich, 29% aus Deutschland und nur 10% sind internationale Investoren. „Je turbulenter die Zeiten, umso mehr investieren heimische Investoren und umso vorsichtiger sind internationale Investoren“, so Andreas Ridder, Managing Director CBRE Österreich.
  • Die Renditen stiegen 2022 in allen Assetklassen – in einigen massiv, so CBRE. Am höchsten sind die Renditen demnach zum Jahresende 2022 bei Einkaufszentren mit 5,25%, gefolgt von Fachmarktzentren mit 5%. In den Assetklassen Logistik, Büro und Wohnen liegen sie bei 4,4% bzw. 3,9% bzw. 3,45%.

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