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Business, Finanz

Kommunalkredit mit 1,98 Mrd. Euro Neugeschäft

Bernd Fislage ©Petra Spiola

Spezialbanken. Die Kommunalkredit hat im letzten Geschäftsjahr ein Neugeschäft in Höhe von 1,98 Mrd. Euro und ein Ergebnisplus von 42% erzielt. Der neue Eigentümer Altor will 100 Mio. Euro investieren.

Die Kommunalkredit Austria AG, eine auf Infrastruktur-Finanzierungen spezialisierte Spezialbank, hat laut jetzt veröffentlichtem Jahresergebnis 2022 ein Neugeschäftsvolumen von 1.980 Mio. Euro erzielt. Man habe sich dabei erneut stark am europäischen Markt positioniert und tiefreichende Expertise als Spezialist für Infrastruktur- und Energiefinanzierungen sowie Public Finance unter Beweis gestellt, heißt es. 43% der Transaktionen sind laut den Angaben konkret dem Sektor Energie & Umwelt zuzurechnen. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42% auf 85,2 Mio. Euro.

Die Cost-Income-Ratio der Bank konnte in einem nach wie vor angespannten Niedrigzinsumfeld auf 41,9% reduziert und ein Return on Equity nach Steuern von 22,3% erwirtschaftet werden. Die Non-Performing-Loan-Ratio (NPL) liege seit der Privatisierung im Jahr 2015 konstant bei null.

Mehrheitseigentümer der Kommunalkredit ist seit heuer der schwedische Private Equity-Investor Altor. Mit der avisierten Kapitalstärkung von 100 Mio. Euro durch Altor werde man Skaleneffekte realisieren, in Wachstum investieren und stärkeren Impact generieren, so die Kommunalkredit.

Energie steht im Fokus

Der Bedarf an Infrastruktur- und Energieprojekten hat durch die vorherrschenden Herausforderungen an Bedeutung gewonnen, heißt es weiter: Die Covid-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise, hohe Inflationsraten, Erschütterungen in der Baubranche, Lieferkettenstörungen, Fachkräftemangel und Ressourcenknappheit haben einen Wandel eingeleitet. Dazu kommen die Ziele der nationalen und internationalen Klima- und Energiepläne, deren Streckenführung jetzt festgelegt werden müsse.

Zu den Projekten, an denen die Kommunalkredit 2022 mitgewirkt hat, zählen Wasseraufbereitungsanlagen in Italien, Windparks in Skandinavien und Deutschland, Photovoltaik-Anlagen auf der iberischen Halbinsel, in Rumänien und Ungarn, Breitbandinitiativen in Deutschland, den Niederlanden, Slowenien und Kroatien sowie Einrichtungen und Dienste sozialer Versorgung in Italien. Am Heimatmarkt wurden insbesondere Kindergärten, Schulen, Feuerwehren, Wasserver- und -entsorgung sowie Breitbandausbau verwirklicht, heißt es.

Das Statement

Kommunalkredit-CEO Bernd Fislage: „Durch unsere Arbeit treiben wir aktiv die Energiewende voran und helfen, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Wir sehen uns als Mittler zwischen privatem Kapital – als Stimulus für mehr Nachhaltigkeit – und öffentlichem Bedarf an schnelleren, stärkeren Netzen und tragfähigen Übergangslösungen zu grüner Energie. Und wir propagieren regulatorische Erleichterungen und gezielte Förderungen, damit Europa die auferlegten Ziele auch erreichen kann.“

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