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Bildung & Uni, Business, Personalia, Recht

Wirtschaftsuniversität Wien stellt Pionierinnen vor

Edeltraud Hanappi-Egger ©Klaus Vyhnalek

Wirtschaftsunis. Die WU Wien stellt zum Frauentag Pionierinnen im Wirtschaftsstudium vor und dokumentiert ihre Leistungen und Biografien. Auf die erste WU-Rektorin folgt im Herbst allerdings ein Mann.

Der Internationale Frauentag biete an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) auch heuer wieder Gelegenheit, Pionierinnen im Wirtschaftsstudium vorzustellen und deren Leistungen und Biografien vorzustellen. Die WU sieht das Sichtbarmachen von Role Models auch als eine Maßnahme, um jungen Frauen zu zeigen, dass Erfolg in unterschiedlichen Bereichen des Lebens erreichbar ist, heißt es: Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der WU will man heuer bemerkenswerte Absolventinnen aus der Geschichte sowie Meilensteine der Gleichstellung in den Fokus stellen, heißt es in einer Aussendung. Beides werde mit Hilfe von Postern am Campus und online präsentiert. Bei einer dazugehörigen Rästelrallye können Gastronomie-Gutscheine gewonnen werden.

Die erste Rektorin der WU spricht

Die Auswahl an Absolventinnen aus der Geschichte der Universität biete einen Querschnitt an Karrieren und Lebenswegen des vergangenen Jahrhunderts. Die öffentliche Darstellung derart unterschiedlicher Frauen soll auch dabei helfen, Geschlechterstereotype zu durchbrechen. Von Anna Baidaff als erster Absolventin der k.k. Exportakademie über die polnische Widerstandskämpferin Halina Karin bis hin zur Pionierin Maria Schaumayer und der erfolgreichen Modedesignerin Marina Hoermanseder zeige sich ein breites Spektrum an Erfolgsgeschichten von Frauen, die ihr Studium an der WU oder einer Vorgängerinstitution absolviert haben und Pionierinnen waren.

Die scheidende WU-Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger (auf sie folgt ab Oktober 2023 Rupert Sausgruber) hat selbst eine solche Pionierrolle ausgeübt: Sie wurde 2002 erste WU-Professorin für Gender & Diversity in Organisationen und 2015 erste Rektorin der WU Wien. „Männer in Führungspositionen sind in Österreich nach wie vor die Regel. Dieses Ungleichgewicht scheint angesichts der Tatsache, dass nahezu 56% der Uni-Absolvent*innen weiblich sind, regelrecht absurd“, so Hanappi-Egger: „Die öffentliche Präsenz von Frauen zu erhöhen ist jedenfalls auch eine wichtige Maßnahme, um Jüngeren Mut zu machen und ihnen zu zeigen, welche vielfältigen Möglichkeiten ihnen offenstehen.“

Meilensteine der WU Geschichte

Ein eigenes Poster beschäftigt sich im Rahmen der Präsentation auch mit der Geschichte der Gleichstellung an der WU. Gelistet sind die Einrichtung u.a. des Karriereprogramms für Wissenschaftlerinnen 2006, der Habilitationsstellen für Frauen 2007 oder der Stabstelle Gender Policy 2013.

Unter WU-Rektorin Hanappi-Egger wurden weitere Maßnahmen zur Gleichstellung umgesetzt: So rief sie u.a. das Leistungsbewertungskonzept uLiKe (universitäre Leistung im Kontext entwickeln) ins Leben, das akademische Tätigkeiten vor dem Hintergrund der jeweiligen Biografien und in Relation zu den Möglichkeiten einer Person bewerten soll. Das Programm wurde 2016 mit dem ersten Diversitas Preis des Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet und half laut den Angaben auch dabei, den Frauenanteil unter WU-Professor*innen von unter 20% auf 31% zu steigern. Die Rektorin initiierte außerdem das Mentoringprogramm „Wise Women of WU“, das jungen Frauen auf ihrem Karriereweg erfolgreiche Managerinnen und Unternehmerinnen zur Seite stellt: Dies soll angehenden Managerinnen dabei helfen, ein eigenes Netzwerk für den beruflichen Aufstieg zu knüpfen.

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