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Recht

OMV und Wien Energie schließen Geothermie-Pakt: Die Berater

©ejn

Wien. Die OMV gründet ein Tiefengeothermie-Joint Venture mit Wien Energie. Die Wirtschaftskanzleien Schönherr und Schima Mayer Starlinger sind behiflich.

Konkret hat Schönherr OMV bei der Gründung des Joint Ventures mit Wien Energie beraten: Dabei planen die teilstaatliche OMV und die stadteigene Wien Energie, gemeinsam die Tiefengeothermie im Großraum Wien zu erschließen, zu entwickeln und zu nutzen. Auf Grundlage einer weiteren Erkundung des Wiener Beckens und einer Erschließung des vorhandenen Potenzials sollen Tiefengeothermie-Anlagen entwickelt, errichtet und betrieben werden.

Vor dem Boom der Tiefengeothermie?

Bei Tiefengeothermie wird Erdwärme aus großen Tiefen (400 m bis 5.000 m) verwendet. Zahlreiche Gegenden in Zentraleuropa gelten dafür als grundsätzlich geeignet, einige Anlagen sind u.a. in Süddeutschland bereits in Betrieb. Unter Wien befindet sich laut früheren Sondierungen in rund drei Kilometer Tiefe ein großes Thermalwasservorkommen. Geothermie-Projekte in verschiedenen Prüf- bzw. Planungsstadien werden derzeit u.a. auch in der Schweizer Stadt Zürich und in Niedersachsen gewälzt. Das Thema hat nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine und den entsprechenden Sorgen um die europäische Gasversorgung im Vorjahr deutlich an Popularität gewonnen, die Projektpartner OMV und Wien Energie betonen aber vor allem die Klimaneutralität der Erdwärme.

Die Pläne

Die Gründung des Joint Ventures von OMV und Wien Energie steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen, so die beratende Kanzlei Schönherr. „Wir freuen uns, dass wir OMV bei diesem wichtigen Low Carbon-Projekt unterstützen durften und damit auch einen Beitrag zur Energiewende leisten konnten“, so Alexander Popp, der das Schönherr-Team bei diesem Projekt leitete.

Wien Energie betreibe bereits zahlreiche Wärmeerzeugungsanlagen und eines der größten Fernwärmenetze Europas. Bis 2040 will Wien Energie die Fernwärmeerzeugung gänzlich klimaneutral gestalten. Die Geothermie spiele dafür eine entscheidende Rolle. Bis 2026 soll die erste Tiefengeothermie Anlage in Aspern errichtet werden.

Die OMV wiederum bringe als weltweit tätiger Konzern jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Geologie und Geophysik sowie Bohr- und Fördertechnik mit, mit mehr als 60-jährigen Explorations- und Fördererfahrung im Weinviertel. Die Nutzung der Tiefengeothermie sei ein erklärtes Ziel der OMV Strategie 2030, um in Zukunft CO2-arme Energieformen zur Verfügung stellen zu können.

Die Beratungsteams

  • Das Schönherr-Team wurde von Alexander Popp geleitet (Partner, M&A, Team Lead) und bestand aus Alfred Amann (Rechtsanwalt, M&A), Julia Cuder (Rechtsanwaltsanwärterin, M&A), Franz Urlesberger (Partner, Kartellrecht), Anna Reumann (Rechtsanwaltsanwärterin, Kartellrecht), Bernd Rajal (Partner, Regulatory), Nina Zafoschnig (Rechtsanwältin, Regulatory), Teresa Waidmann (Counsel, Arbeitsrecht), Johannes Stalzer (Counsel, Vergaberecht), Felix Schneider (Rechtsanwalt, Vergaberecht), Marco Thorbauer (Partner, Steuerrecht) und Tobias Hayden (Rechtsanwaltsanwärter, Steuerrecht).
  • Das OMV Legal Team umfasste Marion Kaisinger (Head of Department E&P Legal, Inhouse Team Lead), Johanna Freudensprung (Sr. Counsel Contracts & Projects), Kristina Kryvonos (Counsel Corporate Law) und Susanne Mikulec (Advisor E&P Legal, Regulatory).
  • Wien Energie wurde von Schima Mayer Starlinger Rechtsanwälte beraten: Christian Mayer (Team Lead; Wettbewerbs- und Kartellrecht, Corporate/M&A), Stephan Schmalzl (Corporate/M&A), Moritz Am Ende (Regulierungsrecht), Markus Dax (Liegenschaftsrecht), Lena Kersch (Wettbewerbs- und Kartellrecht; Corporate/M&A), Sarah Wolfgruber (Corporate/M&A), Matthias Gangl (Corporate/M&A).

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