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Bildung & Uni, Business

Nixdorf stiftet Labor für Mini-Organe an der TU München

Thomas F. Hofmann, Horst Nasko, Matthias Hebrok, Sandra Bogdanovic, Andreas Bausch ©Ulrich Meyer / TUM

Forschung. Die Heinz Nixdorf Stiftung finanziert der TU München (TUM) eine Professur und ein Labor mit 3,8 Mio. Euro: Ziel ist KI-gestützte Organoid-Forschung für neue Therapien.

Organoide haben das Potential die molekularen Grundlagen von Krankheit und Gesundheit zu verstehen und die Erkenntnisse in die klinische Anwendung, insbesondere der individualisierten Krebstherapie, zu bringen, heißt es in einer Pressemitteilung der Technischen Universität München (TUM): Das Geld werde in eine Stiftungsprofessur für KI-unterstützte Organoid-Entwicklung und in ein hochspezialisiertes „Heinz Nixdorf Labor für Organoidsystem-Analytik“ fließen.

Die Heinz Nixdorf Stiftung gehört zu den großen privaten Stiftungen in Deutschland. Als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts ist sie aus dem Nachlass des 1986 verstorbenen Computerpioniers Heinz Nixdorf hervorgegangen. Auf dem Foto: Prof. Thomas F. Hofmann (TUM-Präsident), Dr. Horst Nasko (stv. Vorstandsvorsitzender der Heinz Nixdorf Stiftung), Prof. Matthias Hebrok, Dr. Sandra Bogdanovic (TUM-Fundraising), Prof. Andreas Bausch.

Mini-Organe aus dem Labor

Organoide sind außerhalb des Körpers im Labor erzeugte Mini-Organe, die unter Zellkultkurbedingungen wachsen können. So können aus Stamm- oder Patientenzellen organ- und erkrankungsspezifische Organoide generiert werden. Somit ergebe sich ein direkter Zugang zu den komplexen Prozessen der Organentwicklung und krankheitsbedingter Fehlentwicklungen. Dies sei besonders für Wirkstofftests interessant und eröffne die Möglichkeit, patientenspezifische Therapien zu entwickeln. Zudem habe die Organoid-Technologie das Potential, Tierversuche langfristig zu reduzieren.

Die Heinz Nixdorf Professur für KI-unterstützte Organoid-Entwicklung soll insbesondere die Gewinnung und integrative Analyse der Datensätze aus zellulären Mikrosystemen bzw. Organoiden erforschen. Das „Heinz Nixdorf Labor für Organoidsystem-Analytik“ werde die vollautomatisierte Generierung von Organoid-, Genomics- und Proteomics-Analysen ermöglichen.

Das Labor und die Professur werden künftig im gerade im Bau befindlichen Gebäude des neu gegründeten Centers of Organoid Systems beherbergt, das zum Munich Institute of Biomedical Engineering (MIBE) gehört.

Große Hoffnungen

TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann: „Die Organoid-Technologie hat revolutionäres Potential, die komplexen Prozesse der Organentwicklung und Krebserkrankungen effektiver zu erforschen und neue Zugänge zu biomedizinischen Innovationen zu schaffen. Das dafür notwendige Zusammenwirken von Medizin, Naturwissenschaften, Biotechnologie, Ingenieurswissenschaften und Künstlicher Intelligenz werden zum unmittelbaren Nutzen für den Menschen.“

Horst Nasko, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Heinz Nixdorf Stiftung: „Mit diesem Projekt soll unter anderem versucht werden, die komplexen Prozesse in den Zellen und Organen des Körpers informationstechnisch abzubilden und damit im Rahmen der Organoidforschung einen wesentlichen Beitrag zu leisten.“

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