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Business, Finanz, Recht, Veranstaltung

„Gründerinnen müssen hart um Finanzierung kämpfen“

Maria Doralt, Nina Wöss ©DLA Piper

Geldgeber sind alle männlich. Bei der Initiative „Leadership Alliance for Women“ (LAW) von DLA Piper schilderte Nina Wöss von Female Founders und Fund F, Probleme, die besonders Gründerinnen treffen.

Nina Wöss hat 2016 gemeinsam mit Lisa-Marie Fassl das internationale Netzwerk Female Founders in Wien gestartet, heute laut den Angaben die am schnellsten wachsende Community für Unternehmerinnen in Europa. Zuletzt hat Wöss den Venture Capital Fonds Fund F mitgegründet.

Am 29. März 2023 war Wöss im Rahmen der Initiative „Leadership Alliance for Women“ (LAW) der internationalen Wirtschaftskanzlei DLA Piper zu Gast im Wiener Büro der Sozietät. Wöss sprach dabei mit DLA Piper Partnerin Maria Doralt und zahlreichen Gästen über die Situation von Gründerinnen in Österreich und Europa, wie es in einer Aussendung heißt.

Diversität im Startup-Bereich ist zu gering

Eines der Hauptziele von Female Founders und von Fund F sei es, die Diversität im Tech- und Startup-Bereich zu erhöhen, so Wöss. Denn die aktuelle Situation bringt eine Schieflage zuungunsten von Frauen mit sich. „Gründen ist für Frauen nach wie vor schwieriger als für Männer“, schilderte Wöss eingangs.

Das liege vor allem daran, dass die Gruppe der Entscheidungsträger für Investments sehr homogen ist. Es seien oft weiße Männer in ähnlichem Alter und mit ähnlicher Ausbildung, die dann auch ähnliche Entscheidungen treffen. Über 90 Prozent des Wagniskapitals in ganz Europa fließen in rein männliche Teams (laut Daten von Atomico). Österreich liege hier ziemlich im Schnitt, in manchen Bereichen wie Frühphasengründungen durch Frauen performe Österreich allerdings – dank des Hotspots Wien – etwas besser.

Diverse Teams als Best Case

Female Founders und auch Fund F richten sich nicht ausschließlich an Frauen, sondern vor allem an Unternehmen mit diversen Teams: „Das ist für uns der Best Case“, so Wöss. Diversität trage zu einer besseren Problemlösungsfähigkeit, zu höherer Produktivität und letztendlich maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.

Um den Aufbau der Gründerinnen-Community zu stärken, kommt Frauennetzwerken noch immer eine wichtige Rolle zu, so Wöss: „Wir möchten keine Parallelwelt für Frauen entwickeln, sondern Frauen den Zugang zur Technologie-Branche erleichtern. Das ist im Unternehmensaufbau u.a. für das Fundraising essentiell. Formate, in denen Startup-Gründerinnen unter sich sind, wie es bei Female Founders der Fall ist, bieten einen Rückzugsort sowie ein Umfeld, in dem man ohne Druck andere Gründerinnen kennenlernen und voneinander lernen kann.“

Auch die Zusammenarbeit mit Rechtsdienstleistern – DLA Piper hat Female Founders in der Vergangenheit unterstützt – sei für weibliche Gründerinnen wichtig. „Vor allem Frauen, die das erste Mal gründen, haben allgemein sehr großen Respekt vor Financial-Themen, aber auch vor der korrekten Erstellung von Verträgen. Hier spielt Vertrauen eine große Rolle.“

Auch wenn es noch ein weiter Weg bis zur Chancengleichheit sei, macht Wöss viele positive Entwicklungen aus, wie die vorhandene Unterstützung von Förderstellen oder Business Angels. Auch der Erfolg mancher Gründerinnen, die als Role Models vorangehen, sei wesentlich für den Wandel.

DLA Piper setzt auf Partnerinnen und diverse Teams

Maria Doralt betont den Gender-Fokus der Kanzlei: „Wir freuen uns, dass wir mit Nina Wöss eine inspirierende und einflussreiche Gründerin bei unserer Veranstaltungsreihe begrüßen konnten. Diversität wird auch bei DLA Piper großgeschrieben, das schlägt sich in Zahlen nieder: Ein Drittel unserer Equity Partner ist weiblich. In praktisch allen wichtigen Bereichen haben wir zumindest eine prominente Equity Partnerin – oft mehrere etablierte Anwältinnen. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal unter den Wiener Wirtschaftsanwaltskanzleien. Wie Female Founders und Fund F glauben wir an diverse Teams. Wir sind davon überzeugt, dass diverse Teams bessere Performance bringen.“

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