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Business, Finanz, Recht

Wiener Stadtwerke erhalten 1,7 Mrd. Euro mit Schönherr

Martin Ebner ©Schönherr

Schutzschirm-Nachfolger. Schönherr berät die Banken bei einem 1,7 Mrd. Euro-Konsortialkredit: Die Wiener Stadtwerke-Gruppe und ihre Tochter Wien Energie erhalten Spielraum auch für sehr kurzfristige Liquiditätserfordernisse, heißt es.

Die neue Kreditlinie dient laut den Angaben der Finanzierung allgemeiner Unternehmenszwecke und stehe dem Konzern bei Bedarf auch für sehr kurzfristige Liquiditätserfordernisse zur Verfügung. Das Bankensyndikat umfasst insgesamt acht inländische und internationale Kreditgeber. Der Wiener Stadtwerke-Gruppe gehört der Stadt Wien, also der öffentlichen Hand.

Zuvor gab es zwei Schutzschirme, einer bleibt

Öffentlich angekündigt wurden die Wünsche der Wiener nach einer neuen Finanzierungsstruktur schon im Frühjahr 2023: Die Wiener Stadtwerke-Gruppe und ihre Tochter Wien Energie sollen so langfristig solide finanzielle Rückendeckung erhalten. Im Vorjahr hatten die Energiepreise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine zeitweise verrückt gespielt. Die Wien Energie benötigte daraufhin zunächst einen finanziellen Schutzschirm der Eigentümer und dann einen der Republik Österreich, um die Margin-Calls ihrer Lieferanten zu erfüllen.

Die Energiemärkte haben sich inzwischen allerdings deutlich beruhigt, der Schutzschirm des Bundes wurde mittlerweile eingezogen. Der Konsortialkredit soll jetzt die Finanzierungsstruktur stärken, die entsprechenden Verhandlungen dazu hatte die Wiener Stadtregierung bereits im Frühjahr angekündigt. Auf neue Beine gestellt wird auch der Schutzschirm der Stadt Wien in Höhe von 2 Mrd. Euro: Als „Kreditrahmenvertrag IV“ ab 1.5.2023 diene dieser ausschließlich zur Absicherung von Energiegeschäften der Wien Energie an der Energiebörse.

Nach wie vor müssen nämlich alle an der Strombörse handelnden Unternehmen das Gesamtvolumen all ihrer Energie-Deals in Form von Margin-Zahlungen als Kaution hinterlegen, hieß es dazu. „Damit sind die Wiener Stadtwerke für mögliche extreme Ausreißer auf den Energiemärkten bestens gerüstet”, so Wirtschafts- und Finanzstadtrat Peter Hanke bei der Ankündigung der Neuaufstellung im Februar. Auch die deutsche Bundesregierung, die Schweiz und weitere europäische Länder haben ähnliche Schutzschirme für ihre Energiebranche verlängert, so Hanke.

Die Berater

Schönherr hat, zusammen mit Linklaters, die UniCredit Bank Austria als Sole Coordinator, Dokumentationsagent, Bookrunner und Mandated Lead Arranger, ING Bank NV als Facility Agent, Erste Group Bank AG, Raiffeisenbank International AG und Commerzbank AG als Bookrunner und Mandated Lead Arranger sowie weitere Banken beim revolvierenden Konsortialkredit für die Wiener Stadtwerke GmbH beraten. Das Debüt der Wiener Stadtwerke am internationalen syndizierten Kreditmarkt war im Vergleich zum Zielvolumen von 1,7 Mrd. Euro deutlich überzeichnet, heißt es dazu seitens der beratenden Kanzlei. „Wir freuen uns, dass wir die finanzierenden Banken bei dieser überaus wichtigen Finanzierung beraten konnten. Für die Wiener Stadtwerke konnte so eine optimale Lösung gefunden werden“, so Schönherr-Partner Martin Ebner in einer Aussendung.

Das Schönherr-Team bestand aus Martin Ebner (Partner), Mate Kovacs (Rechtsanwalt) und Nikolaus Müllner (Rechtsanwaltsanwärter). Das Linklaters-Team bestand aus Michal Hlásek (Partner), Lasse Petersen (Associate) und Martin Reschke (Associate).

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