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Erste berufsbegleitende Bachelor-Studien an der Donau-Uni

Studierende an der Universität für Weiterbildung Krems ©Walter Skokanitsch

Krems. Ab dem Wintersemester 2023/2024 startet die Uni Krems erstmals berufsbegleitende Bachelorprogramme: Sie kommen in IT, Lean Operations Management, Psychologie u.a.

Diese neue Ebene der universitären Weiterbildung wurde durch die Novelle des österreichischen Universitätsgesetzes möglich. Auch die WU Wien hat wie berichtet ihr Studienprogramm entsprechend angepasst. „Wir sind sehr erfreut, dass wir mit den Bachelorprogrammen jetzt noch mehr Interessierten universitäre Weiterbildung ermöglichen können“, sagt Univ.-Prof. Peter Parycek, Vizerektor der Universität für Weiterbildung Krems: „Unser Ziel ist es, unseren Studierenden die bestmöglichen Bildungswege anzubieten und sie darauf vorzubereiten, in einer zunehmend digitalen und globalisierten Welt erfolgreich zu sein.“

Darüber hinaus erweitere die Donau-Universität ihre Studienmodelle, die auch bisher schon auf die Bedürfnisse von berufstätigen Studierenden gerichtet waren, durch Flexibilisierung, Kurzprogramme und innovative digital gestützte Lehr- und Lernformate, wie es heißt.

Gesetzesänderung ermöglicht Bachelor neben dem Job

Bachelorstudien in der Weiterbildung waren lange Zeit ein fehlendes Element in der akademischen Höherqualifizierung. Mit dem Reformpaket der hochschulischen Weiterbildung wurden die Rahmenbedingungen für Weiterbildungsstudien in Österreich vereinheitlicht und in die Bologna-Struktur (Bachelor – Master – PhD) eingegliedert.

Das Weiterbildungsbachelorstudium stelle eine Brücke zum Masterabschluss dar und eröffne berufserfahrenen Erwachsenen mit und ohne Matura neue Möglichkeiten. Der Abschluss eines Weiterbildungsbachelorstudiums berechtigt sowohl zu einem Masterstudium in der Weiterbildung als auch zu einem (Regel-)Masterstudium an anderen Universitäten.

Mit neuem Titel „(CE)“ oder „BPr“

Für eine verstärkte Sichtbarkeit der Weiterbildung erhalten die Abschlüsse künftig per Universitätsgesetz den Zusatz „(CE)“ für „Continuing Education“, der nach dem Bachelor- und Mastergrad angeführt wird. Berufserfahrene Personen ohne allgemeine Universitätsreife (Matura) können zukünftig ein Weiterbildungsstudium mit dem Abschluss „BPr“ (Bachelor Professional) belegen, schildert die Donau-Uni weiter. Dieses Studienprogramm werde in Kooperation mit außerhochschulischen Bildungseinrichtungen durchgeführt.

Ab dem Wintersemester 2023/2024 werden die ersten Bachelorprogramme in der Weiterbildung nach aktuellem Stand unter anderem in den Bereichen Digitalisierungspädagogik, Lean Operations Management, Psychotherapie sowie Angewandte Beratungswissenschaften angeboten. Ab dem Sommersemester 2024 starten weitere Studienprogramme. Außerdem soll es vermehrt Kurzprogramme und kombinierbare Abschlüsse geben – sogenannte „Stackable Degrees“.

Die neuen Bachelorstudien ab Wintersemester 2023/2024

Bachelor of Science (CE) „Digitalisierungspädagogik“

Das Studium soll Absolvent*innen dazu qualifizieren, digitale Herausforderungen in Organisationen zu erkennen, zu analysieren und Mitarbeiter*innen durch zielgerichtete Aus- und Weiterbildung im Umgang mit diesen zu unterstützen. Zielgruppe seien Personen, die sich an der Schnittstelle zwischen IT und Personalentwicklung positionieren wollen oder sich im Bereich Mitarbeiter*innen-Qualifikation für die digitale Transformation weiterbilden möchten.

Bachelor Professional „Lean Operations Management“

Hier lernen die Studierenden laut Donau-Uni Theorien, Konzepte, Methoden und Lösungen von Lean Operations Management kennen. Industrial Engineering, Logistik, Fabrikplanung, Lean Administration, Automatisierung und Digitalisierung, Shopfloor und Officefloor Management, Six Sigma, Exkursionen zu produzierenden Leitbetrieben und Verankerung von Operational Excellence seien wesentliche Inhalte. Außerdem gibt es zwei Certified Programs (Lean Production, Lean Administration) mit eigenen Universitätszertifikaten.

Bachelor of Science (CE) „Psychotherapie”

Das Bachelorstudium „Psychotherapie BSc (CE)“ soll grundlegende Kompetenzen (im Sinne von Einstellungen, Wissen und Fertigkeiten) in den Bereichen der Psychotherapie und Psychologie vermitteln. Weiters werden die Inhalte des allgemeinen Teils der Ausbildung zum Psychotherapeuten gemäß § 3 Abs. 1 (Psychotherapeutisches Propädeutikum) des Psychotherapiegesetzes, BGBl. Nr. 361/1990 vermittelt.

Bachelor Professional „Angewandte Beratungswissenschaften“

Das Studium „Angewandte Beratungswissenschaften BPr“ zielt laut Donau-Uni darauf ab, einschlägig vorgebildeten Personen und/oder Personen mit mehrjähriger Beratungserfahrung fundierte Kenntnisse in Beratungswissenschaften sowie praktische Werkzeuge der Beratung zu vermitteln. Das Curriculum folge der Verordnung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort über die Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung (BGBl. II Nr. 116/2022). Die Schwerpunkte der Ausbildung orientieren sich an den aktuellen Theoriemodellen der Beratungswissenschaften, die anwendungsorientiert unterrichtet werden und für praktisches Handeln befähigen sollen, heißt es.

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