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Bildung & Uni, Business, Recht

Rechnungshof gibt Sanierungstipps für Facultas-Shops

Erwin Schrödinger Lokal 1 ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Wien. Schwierige Zeiten für die Buchbranche beleuchtet ein aktueller Rechnungshofbericht zur Facultas Dom Buchhandels GmbH, die dem Fachverlag Facultas sowie der Erzdiözese Wien gehört.

Einblick in die aktuell schwierigen Rahmenbedingungen der Buchbranche bot die Behandlung des Berichts über die Facultas Dom Buchhandels GmbH in der jüngsten Sitzung des Rechnungshofausschusses, berichtet die Parlamentskorrespondenz: Es handelt sich dabei um eine kleine Kapitalgesellschaft, die aufgrund einer Stichprobe nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurde, informierte RH-Präsidentin Margit Kraker.

Das Unternehmen

Die Facultas Dom Buchhandels GmbH betrieb zur Zeit der Gebarungsüberprüfung vier Buchhandlungen und ein Fachgeschäft für religiöses Kunsthandwerk in Wien und Niederösterreich. Zwei Drittel des Unternehmens standen im Eigentum der Facultas Verlags– und Buchhandels AG, ein Drittel gehörte einer kirchlichen Stiftung der Erzdiözese Wien. Eigentümer der Facultas AG wiederum waren jeweils zur Hälfte die Österreichische Hochschüler*innenschaft an der Universität Wien und die Österreichische Hochschüler*innenschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Der überprüfte Zeitraum umfasste im Wesentlichen die Geschäftsjahre 2015/16 bis 2020/21. Da mit Ausnahme des Geschäftsjahres 2020/21, als das Unternehmen Corona-Förderungen erhalten hat, die Umsatzerlöse seit 2015 kontinuierlich gesunken seien, werde eine Fortsetzung des Sanierungsweges ausdrücklich empfohlen. Überdies sollten strategische Optionen, wie etwa Verkaufsmöglichkeiten, geprüft werden. Der RH fordert außerdem eine dokumentierte Risikoerhebung. Wichtig wäre zudem, dass die Aufteilung der Anteile zwischen der ÖH Universität Wien und der ÖH Medizinische Universität Wien an der Facultas AG, der ein jahrelanger Rechtsstreit vorausging, rasch abgeschlossen werde, heißt es weiter.

Hilfe in der Pandemie

Die Coronahilfen des Staates haben in der Pandemie das „Überleben des Unternehmens“ sowie der Beschäftigen gesichert, so der als Auskunftsperson geladene Geschäftsführer Rüdiger Salat. Aufgrund der generell sinkenden Nachfrage in der Buchbranche sei schon lange vor der Coronakrise ein Bündel an Verbesserungsmaßnahmen geschnürt worden. Durch die Pandemie sei es aber zu einer „Vollbremsung“ der positiven Entwicklung gekommen. Da derzeit die Umsätze noch immer 15% unter dem Niveau des Jahres 2019 liegen würden, sei die wirtschaftliche Situation schwierig. Der Bericht wurde von den Abgeordneten einstimmig zur Kenntnis genommen.

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