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Bildung & Uni, Business, Recht, Steuer, Tools, Veranstaltung

LexisNexis startet noch heuer Gegenspieler zu ChatGPT

Susanne Mortimore, Sebastien Bardou ©Christiane Raab

Event für Innovation. KI-Trends stellte LexisNexis am 4GamechangersFestival in Wien ins Rampenlicht: Von einer App zur Dokumentation von Kriegsverbrechen bis zur Antwort auf ChatGPT im Rechtsbereich.

Beim 4Gamechangers Festival in der Marxhalle Wien mit seinen rund 5.000 Teilnehmern zeigten internationale Expert*innen von LexisNexis neue Trends auf und diskutierten über Herausforderungen bei Recht und Rechtsstaatlichkeit sowie Lösungsansätze mittels Innovation und künstlicher Intelligenz (KI), heißt es in einer Aussendung.

Der Event

Das Festival verfolgt die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und der finale Tag widmete sich dieses Jahr unter anderem dem Ziel Nr. 16 – Recht & Rechtsstaatlichkeit – mit dem globalen Rechtsinformationsanbieter LexisNexis als Fach-Partner vor Ort. LexisNexis verfolge seit vielen Jahren die Vision, die Rechtsstaatlichkeit auf der ganzen Welt zu fördern. LexisNexis ist zudem seit seinen Anfängen ein Pionier bei Legal Intelligence mittels KI. Das vielfältige Programmangebot beim 4Gamechangers-Festival habe auch das Ziel, den Dialog über KI in der Rechtsbranche zu intensivieren – mit dem Ziel KI gemeinsam zu gestalten und Rechtsstaatlichkeit zu fördern.

Europa wird digital(isiert)

Beim Panel The Digitalization of Europe diskutierten ua Florian Tursky (Staatssekretär Digitalisierung) und Susanne Mortimore (CEO LexisNexis Österreich) unter der Leitung von Franz Zeller (Ö1 ORF) über Bedrohungen und Chancen beim globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz. Einhelligen Konsens gab es darüber, dass bei den Trainingsdaten für K.I.-Systeme darauf geachtet werden muss, Diversität abzubilden, damit der K.I. keine Vorurteile antrainiert werden. Weiters wurde Aufholbedarf bei Österreichs Wirtschaft geortet, wobei sich Österreichs Rechtsbranche durchaus als Best Practice sehen lassen kann. Kanzleien und Rechtsabteilungen würden noch lange nicht alle Möglichkeiten ausreizen. Die Möglichkeiten seien aber da, der größte Hebel wäre Legal Intelligence, die nächste Evolutionsstufe der herkömmlichen Rechtsrecherche.

Die Sorge, dass K.I. Jobs vernichten wird, konnte Susanne Mortimore entkräften: „Wir glauben nicht, dass Jurist*innen ersetzt werden. Im Gegenteil, wir sehen ein riesiges Potenzial, dass K.I. Jurist*innen enorm unterstützen wird. Einerseits wird sie lästige Routinen abnehmen, andererseits echte Digitalisierung ermöglichen, also Dinge nicht nur schneller, sondern auch besser machen. Mit Legal Intelligence schaffen Sie es, nicht nur schneller eine rechtliche Antwort zu recherchieren, sondern auch eine bessere Antwort, also zusätzliche, neue Argumente zu finden.“

Ein Workshop zur AI

Der Workshop „How AI is changing the legal world“ bot ein Update zu Legal Intelligence im Rechtsbereich. Die Vortragenden kamen aus Südafrika, UK, Österreich und Shanghai und sind bei LexisNexis Profis in Sachen Legal Tech und Legal Intelligence:

  • Andreas Geyrecker (Director Product Mangement LexisNexis Austria),
  • Min Chen (VP & CTO LexisNexis Asia Pacific),
  • Karen Waldron (Director of Product Management LexisNexis UK),
  • Samuel Wang (Director of Engineering LexisNexis AsiaPacific),
  • Jordan Govender (Business Manager, LexisNexis South Africa)

Der Workshop bot unter anderem eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Risiken und Chancen von Large Language Models (zB ChatGPT) im Rechtsbereich, heißt es dazu. Diskutiert wurde das Risiko, dass diese Modelle überzeugend formulierte, aber inhaltlich falsche Antworten geben können. LexisNexis betonte die Notwendigkeit umfassender Testphasen und technologischer Expertise, damit diese Systeme ausreichend angepasst und trainiert werden können. Dann könne Legal Intelligence die menschliche Expertise bestmöglich ergänzen, um Routinen zu vereinfachen und zu besseren und schnelleren Antworten zu kommen, heißt es.

Die Antwort auf ChatGPT kommt noch heuer

LexisNexis USA will noch dieses Jahr für US-Jurist*innen ein Tool zugänglich machen, das wie ChatGPT intelligent auf Fragen reagiert, aber verlässliches und korrektes Rechtswissen abrufen kann, lautet die Ankündigung. Dabei verwies man auch auf interne Richtlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit K.I., die dafür sorgen sollen, dass das Potenzial dieser Technologie der Rechtsbranche zugänglich gemacht werden kann und gleichzeitig Sicherheit sowie Präzision der Antworten im Vordergrund stehen.

KI soll Menschenrechte stärken

Den Abschluss machten Susanne Mortimore und Sebastién Bardou (beide LexisNexis) mit einem positiven Zukunftsausblick („How innovation is empowering Human Rights“) sowie Amal Clooney und Nadia Murad (Menschenrechtsaktivistin bzw Nobelpreisträgerin) zu „The Importance of Human Rights“.

Mortimore und Bardou berichteten über die Handy-App EyeWitness, die zusammen mit LexisNexis entwickelt wurde: Diese App mache es möglich, Menschenrechtsverletzungen mittels Smartphone fälschungssicher zu dokumentieren und belastbare Beweise zu sammeln. Allein in der Ukraine wurden mit der App laut den Angaben mehr als 20.000 Fotos und Videos hochgeladen. Diese wurden von ehrenamtlichen Rechtsexperten des EyeWitness-Teams ausgewertet. In weiterer Folge konnten Beweise für Menschenrechtsverletzungen in der Stadt Chernihiv an die UN Commission of Inquiry übermittelt werden. Dies zeige, wie Innovation es ermöglicht, mit kleinen Beiträgen Großes zu leisten.

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