Open menu
Recht

Studie der Notare: Österreicher sehnen sich nach Sicherheit

Michael Umfahrer ©ÖNK

Wien. Eine von der Österreichischen Notariatskammer beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und Energiekrise die Österreicher verunsichert haben.

Viele Menschen wollen sich absichern und treffen Vorsorgemaßnahmen, so Kammerpräsident Michael Umfahrer. Vielen Österreichern ist das Thema Sicherheit in schwierigen Zeiten „besonders wichtig“ (94,0 Prozent) und 92,4 Prozent wollen sich „persönlich sowie unternehmerisch bestmöglich absichern“, so die Ergebnisse einer aktuellen, im Auftrag der Österreichischen Notariatskammer durchgeführten Studie von Marketagent.

Die Mehrzahl der 1.000 befragten Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren treffen demnach Vorsorgemaßnahmen insbesondere „um sicherzugehen, dass ihre Wünsche in der Zukunft respektiert werden“ (90,5 Prozent) sowie um ein „gutes Gefühl zu haben, dass alles geordnet ist“ (89,7 Prozent).

Österreicher mögen ein Gefühl von Sicherheit

„Vorsorge spielt unser ganzes Leben über eine große Rolle. Beispielsweise in der Familienplanung, bei der Anschaffung von Immobilien, in der Absicherung von Unternehmen und wenn es darum geht, zu entscheiden, was mit einem selbst im Falle eines Unfalls oder einer Krankheit passieren soll“, so Michael Umfahrer, Präsident der Österreichischen Notariatskammer.

Knapp neun von zehn Befragten gibt notarielle Beratung ein „Gefühl von Sicherheit“ (88,8 Prozent) und im Bereich der Vorsorge ist etwa der Hälfte bekannt, dass Notare Sterbeverfügungen (58,3 Prozent), Patientenverfügungen (52,4 Prozent) und Vorsorgevollmachten (51,8 Prozent) errichten. 88,6 Prozent sind zudem der Meinung, dass Notare dabei helfen können, die „eigenen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen“.

Digitale Dienstleistungen

Seit Pandemiebeginn 2020 bieten Notare ihre Services auch online an. Etwa die Hälfte der Österreicher (50,1 Prozent) kann sich laut Umfrage vorstellen, die Online-Rechtsdienstleistungen der Notare in Anspruch zu nehmen.

„Obwohl die Nachfrage nach digitalen Rechtsdienstleistungen steigt, müssen wir weiter über diese zusätzliche Möglichkeit aufklären und informieren. Mit dieser Errungenschaft erleichtern wir nämlich den Zugang zum Notariat für alle und schaffen gleichzeitig eine nachhaltige Alternative, wenn die Anreise entfällt“, so Umfahrer.

Jetzt den Newsletter von Extrajournal.Net abonnieren

Täglich aktuell in Ihrer Mailbox.

Weitere Meldungen:

  1. Notare: Gebührenbefreiung ausgelaufen, aber Nachweispflicht bleibt
  2. Ex-Notarspräsident Michael Umfahrer holt Sohn Markus als Partner in die Kanzlei
  3. Notare warnen: Gebührenbefreiung beim Immobilienkauf endet bald
  4. Altersgrenze für Notars-Nachwuchs wird auf 50 Jahre angehoben