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Eine zweigeteilte Bankenlandschaft verdient prächtig

©ejn

Finanzbranche. Die Privatkundenbanken setzen ihren bereits 2021 eingeschlagenen Erholungskurs fort. Umsatz und Erträge steigen auch in Österreich, die Anzahl der Filialen sinkt massiv.

Europas Privatkundenbanken setzen ihren bereits 2021 eingeschlagenen Erholungskurs fort. Auch im vergangenen Jahr konnten sie ihren Umsatz deutlich steigern. Das zeigt der „Retail Banking Monitor 2023“ von Strategy&, der Strategieberatung von PwC. Sowohl das Einlagen- als auch das Kreditvolumen der europäischen Privatkundenbanken wuchsen demnach um durchschnittlich 4 Prozent, der Umsatz legte sogar um 8 Prozent zu.

Begünstigt durch moderate Betriebskosten, die lediglich um 2 Prozent stiegen, verzeichneten die europäischen Privatkundenbanken im Betriebsgewinn ein Plus von 18 Prozent, heißt es weiter. Wesentliche Treiber der positiven Zahlen sind insbesondere die steigenden Zinsen und dadurch steigende Margen sowie Effizienzgewinne durch Einsparprogramme und Digitalisierungsprojekte. Auch im internationalen Vergleich schneiden die europäischen Geldhäuser gut ab und setzen sich von ihren Wettbewerbern am US-amerikanischen (6% Ertragswachstum) und australischen Markt (7% Ertragsrückgang) ab, heißt es dazu.

Zweiteilung der Bankenlandschaft

Bei genauerer Betrachtung des europäischen Marktes zeige sich: Vier von fünf Privatkundenbanken konnten ihre Gewinne in den vergangenen sechs Jahren durch die Umgestaltung ihrer Geschäfts- und Betriebsmodelle steigern. Höhere Gebühren und Provisionen sowie die Zinserhöhungen erwiesen sich dabei als maßgebliche Ertragstreiber. Zugleich befinde sich ein Fünftel der Privatkundenbanken in einer schlechteren Position als noch vor sechs Jahren. Gründe dafür seien vor allem spät gestartete (IT-)Transformationen sowie gestiegene Personalkosten.

„Die Rahmenbedingungen für die europäischen Privatkundenbanken sind so günstig wie lange nicht mehr. Die Institute sollten das aktuelle Zeitfenster der Zinserholung für die erforderliche Transformation im Vertrieb und im Angebotsportfolio nutzen“, so Hendrik Bremer, Partner bei Strategy& Österreich.

Zahlreiche weitere Filialschließungen

Sparen bleibt angesagt: Im europäischen Durchschnitt haben die Banken seit 2021 etwa 15 Prozent ihrer Filialen geschlossen, wobei die Einschnitte in den Niederlanden mit 40 Prozent am drastischsten sind. Österreich liege mit einer Abnahme von knapp 10 Prozent im hinteren Feld.

Durch die verschiedenen Einsparmaßnahmen konnten im vergangenen Jahr vier von zehn Privatkundenbanken ihre durchschnittlichen Kosten pro Kund:in senken. Auf Ländersicht wirke sich das unter anderem auf den durchschnittlichen Gewinn pro Kund:in aus. Schweizer Institute liegen weiterhin mit 426 Euro Gewinn pro Kund:in an der Spitze. Österreichische Privatkundenbanken können sich im Rang leicht verbessern und erzielen einen Gewinn von 292 Euro pro Kunde verglichen mit 229 Euro im Vorjahr – das entspricht einem Zuwachs von fast einem Drittel (28%). Im Ländervergleich rutschen die österreichischen Kreditinstitute damit aber um eine Position ab.

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