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Business, M&A, Recht

Größte Reederei MSC will Hamburgs Hafenbetreiber mit Freshfields

Patrick Cichy ©Freshfields

Logistik-Deals. Freshfields berät die größte Container-Reederei MSC bei ihrem Übernahmeangebot für die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA).

Konkret berät Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer die MSC Mediterranean Shipping Company (MSC) mit Sitz in der Schweiz (die größte Containerreederei der Welt) bei ihrem angekündigten öffentlichen Übernahmeangebot für die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Transaktion

Einzelheiten der beabsichtigten Transaktion haben Stadt und MSC laut den Angaben in einem verbindlichen Vorvertrag („Memorandum of Understanding“) festgehalten, der heute unterzeichnet wurde. Die Stadt hält gegenwärtig rund 69 Prozent der börsennotierten Aktien (A-Aktien) der HHLA, welche unter anderem Containerterminals im Hamburger Hafen betreibt.

Das von MSC angekündigte Übernahmeangebot sehe einen Angebotspreis von 16,75 Euro je Aktie vor, was einer Equity-Bewertung von 1,2 Milliarden Euro und einer Prämie von 57 Prozent gegenüber dem volumengewichteten 30-Tage-Durchschnittshandelspreis entspricht. Nach Vollzug des Übernahmeangebots, soll die HHLA als Joint Venture zwischen Stadt und MSC geführt werden, wobei der Anteil der Stadt 50,1 Prozent und der von MSC bis zu 49,9 Prozent betrage.

Die Versprechen

Im Zuge der Vereinbarung werde MSC seinen Warenumschlag an den HHLA-Terminals in Hamburg ab dem Jahr 2025 erheblich ausbauen. Von 2031 an soll demnach ein Mindestvolumen von 1.000.000 TEU seitens MSC in Hamburg umgeschlagen werden, heißt es. TEU („Twenty-foot Equivalent Unit“), also Zwanzig-Fuß-Standardcontainer, ist eine international standardisierte Einheit zur Zählung von ISO-Containern. Das von MSC versprochene Mindestvolumen stellt eine beträchtliche Größenordnung dar: Der Hamburger Hafen schlägt insgesamt derzeit jährlich rund 2,8 Mio. TEU um.

Die Angebotsunterlage für das Übernahmeangebot werde innerhalb der nächsten vier Wochen zur Genehmigung bei der deutschen Finanzaufsicht BaFin eingereicht. Der Vollzug der Transaktionen stehe unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und der Zustimmung der Hamburgischen Bürgerschaft.

Das Beratungsteam

Das Freshfields-Team werde von Corporate-Partnern Patrick Cichy und Prof. Christoph H. Seibt sowie von Counsel Arne Krawinkel (alle Hamburg) geleitet. Auch dabei: Partner Andreas von Bonin (Kartellrecht, Brüssel), Partner James Aitken (Kartellrecht, London), Partner Boris Dzida (Arbeitsrecht, Hamburg), Counsel Kyle Miller (Corporate, Frankfurt), Associates Maximilian Berenbrok, Jan-Willem Koldehofe, Maximilian Sander und Kristin Kapral (alle Corporate, Hamburg), Principal Associate Enrica Schaefer, Associate Ioana-Virginia Motoc (beide Kartellrecht, Brüssel) sowie Counsel Uwe Salaschek und Principal Associate Marie-Theres Urban (beide Kartellrecht, Berlin).

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