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Bildung & Uni, Business, Recht

Sieben neue Professoren an der WU Wien: IP, IT, Health und mehr

©WU Wien

Wirtschaftsunis. Claudia Fuchs, Martin Halla, Judit Jacsó, Christoph Kietaibl, Thomas Kröll und Kavita Surana sind neue Professoren an der WU Wien. Und Philipp Homar kehrt an Stelle von Vizerektor Martin Winner zurück.

Mit Oktober haben an der WU Wien sechs neue Professoren begonnen:

  • Claudia Fuchs ist neue Professorin für Öffentliches Recht;
  • Martin Halla hat die Stiftungsprofessur für Economics of Health übernommen;
  • Philipp Homar kehrt im Rahmen einer Teilzeit-Professur für Immaterialgüterrecht zurück an die  WU und ersetzt damit Martin Winner, der seit 1. Oktober Vizerektor für Personal und Digitale Infrastruktur ist;
  • Judit Jacsó ist Professorin für Österreichisches und Europäisches Wirtschaftsstrafrecht;
  • Christoph Kietaibl übernahm die Professur für Arbeitsrecht und Sozialrecht;
  • Thomas Kröll ist Professor für Öffentliches Recht und
  • Kavita Surana übernahm die Stiftungsprofessur für Data-Ecosystems for Environmental Accountability.

Die Werdegänge

Claudia Fuchs (44) promovierte 2006 in Rechtswissenschaften an der Uni Wien. Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann sie an der WU und war in weiterer Folge wissenschaftliche Mitarbeiterin am österreichischen Verfassungsgerichtshof sowie in der anwaltlichen Praxis tätig. Sie war Inhaberin einer Laufbahnstelle am Institut für Rechtswissenschaften der BOKU Wien und ab 2020 Universitätsprofessorin für Öffentliches Recht. Sie absolvierte Forschungs- und Lehraufenthalte im Ausland, u.a. an der London School of Economics and Political Science und am Max-Planck-Institut in Heidelberg. Ihre Forschungsinteressen liegen im Verfassungs- und im allgemeinen Verwaltungsrecht, im öffentlichen Wirtschaftsrecht sowie im Bereich der Gerichtsbarkeit des öffentlichen Rechts. Schwerpunkte ihrer Publikations- und Vortragstätigkeit bilden Vergabe- und öffentliches Wettbewerbsrecht, Regulierungsrecht, Umweltrecht, Verfahrensrecht sowie Verfassungsvergleichung. Sie ist neue Professorin für Öffentliches Recht am Department für Öffentliches Recht und Steuerrecht.

Martin Halla (43) studierte an der JKU in Linz. Nach seiner Promotion war er PostDoc-Forscher in Schweden und in den USA. 2014 erhielt er einen Ruf an die Uni Innsbruck und wechselte 2017 als Full Professor an die JKU. Dort leitete er die Abteilung für Wirtschaftspolitik am Institut für Volkswirtschaftslehre. Er ist außerdem u.a. ständiger wissenschaftlicher Berater am Austrian National Public Health Institute (GÖG) in Wien. Seine Forschungsschwerpunkte fokussieren auf Gesundheits- und Arbeitsökonomie sowie Demographie und verschiedenen Aspekten der politischen Ökonomie. Innerhalb der Gesundheitsökonomie widmet er sich u.a. der Wirksamkeit von Vorsorgeuntersuchungen, der Wechselwirkung des Gesundheitssystems mit anderen Wirtschaftsbereichen (einschließlich des Arbeitsmarkts), den Auswirkungen medizinischer Innovationen auf demographische Ergebnisse und dem Einfluss des Klimawandels auf die psychische Gesundheit. Mit 1. Oktober hat er die Stiftungsprofessur für Economics of Health am Department für Volkswirtschaft angetreten.

Philipp Homar studierte Jus an der Uni Wien und schloss ebenda 2013 ein Studium in Theater-, Film- und Medienwissenschaft ab. 2019 promovierte er im Wirtschaftsrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann an der Abteilung für Informations- und Immaterialgüterrecht an der WU im Jahr 2012, nach einer Position als Senior Scientist an der Universität für Weiterbildung Krems erfolgte im Jahr 2021 der Ruf auf eine Professur für Intellectual Property an die Johannes Kepler Universität in Linz (im halben Beschäftigungsausmaß), die er weiterhin ausführen werde. Forschungsaufenthalte führten ihn an das Max-Planck-Institut für Innnovation und Wettbewerb in München und die University of Hong Kong. Im Wintersemester 2023/24 ist er zudem Gastprofessor an der Masaryk University Brno. Im Rahmen seiner Forschung ist Philipp Homar an zahlreichen (interdisziplinären) Drittmittelprojekten beteiligt, insbesondere auch im Bereich „Citizen Science“, so die WU.

Judit Jacsó hat nach dem Studium in Ungarn (Miskolc) an der Uni Graz promoviert und an der Donau-Universität Krems ein LL.M.-Studium zu Europarecht absolviert. Als Humboldt-Stipendiatin war sie mehrere Jahre an der Uni Heidelberg und am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht tätig und hatte eine Lehrstuhlvertretung an der Uni Heidelberg. 2018 hat sie sich mit einer Arbeit zum Thema „Europäisierung des Steuerstrafrechts am Beispiel der Regelung der Steuerhinterziehung in Deutschland, Österreich und Ungarn“ habilitiert. Neben der Unikarriere war sie auch als Rechtsanwältin tätig. Ab 2020 war sie Professorin für Strafrecht und Kriminologie an der Uni Miskolc. Mehrere Forschungsaufenthalte führten sie u.a. nach Deutschland, Griechenland, Italien, Österreich, Rumänien, oder in die Türkei. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht sowie im Europäischen Strafrecht. Sie ist neue Professorin für Österreichisches und Europäisches Wirtschaftsstrafrecht am Department für Öffentliches Recht und Steuerrecht.

Christoph Kietaibl (43) hat sich 2011 an der Uni Wien für die Fächer Arbeitsrecht, Sozialrecht und Bürgerliches Recht habilitiert und wurde dort im Anschluss zum assoziierten Professor ernannt. 2015 folgte er einem Ruf an die Uni Klagenfurt als Professor für Privatrecht. Er forscht er unter anderem an der Schnittstelle des Arbeitsrechts zum Zivilrecht. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen im Betriebsverfassungsrecht sowie in der betrieblichen Altersvorsorge. Im Sozialrecht liegt ein Schwerpunkt von Kietaibl in der Leistungsbeschaffung der Krankenversicherung, im europäischen Recht forscht er zum Gleichbehandlungsrecht und zum Betriebsübergangsrecht. Kietaibl übernahm die Professur für Arbeitsrecht und Sozialrecht (Nachfolge Marhold) am Department für Privatrecht an der WU.

Thomas Kröll (45) promovierte 2002 in Rechtswissenschaften an der Uni Wien, war danach als Assistent im Europäischen Parlament und in einer Rechtsanwaltskanzlei tätig. Von 2004 bis 2010 war er Referent im Bundeskanzleramt (Koordinationssektion und Verfassungsdienst) und wechselte im Anschluss an die WU, nach erfolgter Habilitation ab 2016 war er Assoziierter Professor. Von 2018 bis 2020 übernahm er die Leitung der Stabstelle Innovations- und Informationsmanagement im Bundeskanzleramt und gehörte dem Kabinett von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein an. 2020 kehrte er an die WU zurück. Im Sommersemester 2023 war er Gastprofessor an der Uni Klagenfurt. In seiner Forschung widmet er sich u.a. dem österreichischen und europäischen öffentlichen Wirtschaftsrecht, dem Staatsrecht, dem Schul- und Bildungsverfassungsrecht sowie dem Krisenverwaltungsrecht, aber auch dem Unionsrecht. Er übernahm die Professur für Öffentliches Recht am Department für Öffentliches Recht und Steuerrecht.

Kavita Surana (37) promovierte 2011 in Materialwissenschaften und Ingenieurwesen am Grenoble INP der Uni Grenoble-Alpes in Frankreich, während sie für die französische Kommission für alternative Energien und Kernenergie arbeitete. Nach ihrer Promotion war sie als Postdoktorandin für Wissenschaft, Technologie und öffentliche Politik an der Kennedy School of Government der Harvard University (USA) und als Assistenzprofessorin am Center for Global Sustainability der School of Public Policy der University of Maryland College Park (USA) tätig. Seit 2022 ist sie Fakultätsmitglied am Complexity Science Hub Vienna. Ihre berufliche Erfahrung umfasst Positionen bei der Weltbank (USA), ICF (Indien) und xista science ventures (Österreich). Surana ist auf Klima- und Energieinnovationen spezialisiert, wo sich ihre Forschung auf die Interaktion zwischen öffentlicher Politik, Unternehmen und technologischem Wandel konzentriert. Sie erhielt Forschungsförderungen von der National Science Foundation und der Alfred P. Sloan Foundation. Mit 1. Oktober übernahm sie die Stiftungsprofessur für Data-Ecosystems for Environmental Accountability am Department für Wirtschaftsinformatik und Operations Management.

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