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Business, Finanz, Recht, Steuer

24 weibliche Vorstände in Österreichs größten Unternehmen

Helen Pelzmann ©EY / Robert Herbst

Wien. 24 Frauen gibt es im Vorstand der größten börsenotierten Unternehmen Österreichs, um acht mehr als vor einem Jahr, so eine EY-Studie.

Im Jahr 2020 gab es sogar um die Hälfte weniger Frauen (13) in den Vorständen von Österreichs Unternehmen, heißt es dazu weiter. Den aktuell 24 Managerinnen stehen in den Vorstandsgremien insgesamt 178 Kollegen gegenüber– damit ist jede:r neunte Vorständ:in (11,9 %) eine Frau. Der Anteil stieg gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozentpunkte. Bei Beginn der Untersuchungen im Juli 2015 lag der Frauenanteil im Vorstand bei 4,1 Prozent.

Nur zwei davon sind aktuell jedoch CEOs, die meisten Frauen arbeiten derzeit als CFOs (7) bzw. sind in operativen Funktionen tätig (9), darunter drei COOs. Trotz des Anstiegs bleiben viele der geschäftsführenden Gremien aber auch im Jahr 2024 reine Männerdomänen: 33 der 56 Unternehmen (59 %) im Wiener Börse Index haben keine einzige Managerin in ihren Vorstandsgremien. Nur ein einziges Unternehmen hat darüber hinaus mehr als eine Frau im Vorstand.

Zu diesen Ergebnissen kommt das Mixed Leadership Barometer der Prüfungs- und Beratungsorganisation EY. Dafür werden halbjährlich die Strukturen von Vorständen und Aufsichtsräten der im Wiener Börse Index gelisteten österreichischen Unternehmen analysiert.

Immobilienbranche hat den größten Frauenanteil

Auch der Frauenanteil in den heimischen Aufsichtsräten verzeichnet ein leichtes Plus und knackt die 30 Prozent-Marke. Somit ist in den Aufsichtsräten insgesamt der Anteil der Frauen im Vergleich zum Vorjahr von 29,6 Prozent minimal auf 30,9 Prozent gestiegen: In den Aufsichtsgremien sitzen demnach 167 Frauen (30,9 %) und 375 Männer (69,1 %). Gegenüber Jänner 2023 ist die Zahl der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder um zwölf angestiegen, die der männlichen Aufsichtsräte im gleichen Zeitraum ebenfalls um fünf Mitglieder.

Mehr Maßnahmen gefordert

„Wir sehen zwar einen stabilen Aufwärtstrend, der Frauenanteil in den Vorständen bleibt jedoch überschaubar. Gender Equity sollte aber auch abseits des öffentlichen Interesses zur strategischen Priorität für Unternehmen werden“, so Helen Pelzmann, Partnerin (EY Law) und Verantwortliche für die Initiative „Women. Fast Forward“ bei EY Österreich. Sie weist u.a. auf die Wirkung der vorgeschriebenen Frauenquote in Aufsichtsräten hin.

Die meisten Frauen sind momentan in den Chefetagen der Immobilienbranche anzutreffen, wo ihr Anteil bei 21 Prozent liegt. An zweiter Stelle folgt die Finanzbrache (14 %) und an dritter die Konsumgüterbranche (13 %) sowie die Energieversorger mit 13 Prozent. Keine einzige Vorständin gibt es in drei Branchen Automobil, Telekommunikation sowie Transport und Logistik.

Und bei EY selbst?

Mit Stichtag 1. Jänner 2024 waren von den 40 Partnern von EY Österreich zehn Frauen – das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. Vor einem Jahr waren es 21 Prozent. Auf Management-Ebene liegt der Frauenanteil aktuell bei 45 Prozent. Der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft inkl. Praktikant:innen von EY Österreich liegt laut den Angaben momentan bei 54 Prozent.

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