Open menu
x

Bequem up to date mit dem Newsletter von Extrajournal.Net!

Jetzt anmelden, regelmäßig die Liste der neuen Meldungen per E-Mail erhalten.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Newsletter-Seite sowie in unserer Datenschutzerklärung.

Business, Recht

Gehaltsvorsprung der Master-Graduierten schrumpft stark

Tobias Thomas ©Statistik Austria / Ranger-Marton

Wien. Die Gehälter von Berufseinsteigern mit Bachelorabschluss nähern sich denen der Master-Graduierten, so eine Analyse von Statistik Austria – vor allem in bestimmten Branchen.

In den vergangenen Jahren haben sich die Gehälter von Berufseinsteigern mit Bachelorabschluss an die Einkommen der Master-Graduierten angenähert, so eine aktuelle Analyse von Statistik Austria. „Ein Jahr nach einem Masterabschluss liegt der Verdienst im Median bei knapp über 3.000 Euro brutto im Monat. Zudem haben gerade die Einstiegsgehälter nach einem Bachelorabschluss im Gesundheits- oder Sozialbereich in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugelegt“, so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

  • Das monatliche Bruttomedianeinkommen aus unselbständiger Vollzeitbeschäftigung zwölf Monate nach Abschluss eines Masterstudiums schwankte im Beobachtungszeitraum laut Studie zwischen rund 3.100 und 3.300 Euro.
  • Das Medianeinkommen von Bachelorabsolventen stieg hingegen ab 2012/13 deutlich an: Lag dieses zwölf Monate nach Abschluss im Studienjahr 2012/13 bei 2.653 Euro pro Monat, erhöhte es sich bis 2020/21 auf 2.986 Euro.
  • Dadurch verringerte sich die Differenz zu den Graduierten mit Masterabschluss von knapp 600 Euro im Abschlussjahr 2008/09 auf etwa 200 Euro in 2020/21.

Die gewachsenen Einstiegsgehälter von Bachelorabsolventen sind dabei laut Statistik Austria vor allem auf die Ausbildungsfelder Gesundheit und Soziales sowie Pädagogik zurückzuführen:

  • Im Ausbildungsfeld Gesundheit und Soziales stieg das monatliche Medianeinkommen zwölf Monate nach Abschluss eines Bachelors besonders stark an: von 2.742 Euro (2008/09) auf 3.263 Euro (2020/21). Im selben Zeitraum vervielfachte sich hier auch die Anzahl der Berufseinsteiger von etwa 400 (2008/09) auf rund 2.400 (2020/21).
  • Im Bereich Pädagogik lässt sich ebenfalls eine Steigerung der Einstiegsgehälter beobachten, wenn auch in einem geringeren Ausmaß – von 2.683 Euro pro Monat zu Beginn der Beobachtungsperiode im Abschlussjahr 2008/09 auf 2.915 Euro 2020/21.

Männer verdienen mehr

Die Analyse des Einkommensunterschieds zwischen Männern und Frauen mit Hochschulabschluss zeigt laut Statistik Austria, dass Männer zwölf Monate nach Abschluss eines Bachelorstudiums im Jahr 2020/21 im Median etwa gleich viel verdienten wie weibliche Graduierte mit Masterabschluss.

Diese Differenz lässt sich laut den Angaben zum Teil auf geschlechterspezifische Unterschiede bei der Studienwahl zurückführen. So sind Männer laut Studie in den Ausbildungsfeldern Informatik und Kommunikationstechnologie sowie Ingenieurwesen, verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe überrepräsentiert – zwei Felder mit verhältnismäßig hohen Medianeinkommen, heißt es.

Frauen machen demnach hingegen einen Großteil der Absolventen in den Bereichen Sozialwissenschaften, Journalismus und Informationswesen sowie Geisteswissenschaften und Künste aus – beides Ausbildungsfelder mit vergleichsweise niedrigen Einkommen, so die Studie.

Darüber hinaus zeigt sich aber auch innerhalb der Ausbildungsfelder ein Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern: Frauen verdienen im Median mit dem gleichen Studienabschluss im selben Ausbildungsfeld nämlich zumeist weniger als ihre männlichen Kollegen, so die Statistik Austria.

Weitere Meldungen: