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Business, Recht, Steuer

Studie von EY misst finanziellen Mehrwert durch Diversität

Benjamin Bernhard ©EY / Christina Häusler

Wien. Eine aktuelle Studie von EY-Parthenon kommt zu dem Ergebnis, dass Diversitätsmaßnahmen für Unternehmen auch einen finanziellen Mehrwert bieten.

Vier von den sechs Unternehmen, die in Österreich zu den Diversitätsvorreitern zählen, konnten im letzten Jahr finanzielles Wachstum erzielen, bei den restlichen Betrieben war es nur jeder zweite, so die Studie. Auf europäischer Ebene zeigt sich ein ähnliches Bild, hier erzielten 71 Prozent der Diversitätsvorreiter finanziellen Erfolg, in der Vergleichsgruppe waren es hingegen nur 58 Prozent.

Auch in anderen Kategorien wie Innovationsfähigkeit (Österreich +15 %; Europa +4 %), Produktivität (Österreich +10 %; Europa +17 %) und Zufriedenheit der Belegschaft (Österreich +11 %; Europa +19 %) haben Unternehmen mit starkem Fokus auf Diversität einen deutlichen Vorsprung, so die Ergebnisse der Studie.

„Die Studie bestätigt die positive Wirkung von Diversität auf den Unternehmenserfolg und quantifiziert sogar den damit verbundenen finanziellen Mehrwert. Unternehmen müssen Diversität aktiv fördern und als integralen Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie und -kultur verankern. Das beinhaltet die Einführung entsprechender Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Inklusion, wie beispielsweise spezielle Schulungen für Führungskräfte, faire Einstellungs- und Beförderungspraktiken, flexible Arbeitsbedingungen oder Programme zur Förderung von Minderheiten und unterrepräsentierten Gruppen“, so Benjamin Bernhard, Senior Manager bei EY-Parthenon in Österreich.

Für die Studie wurden im Herbst 2023 1.800 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in neun europäischen Ländern befragt, darunter 200 Personen aus Österreich. Die Hälfte der Befragten ist laut den Angaben in einer Führungsposition tätig, etwa 80 Prozent arbeiten in Betrieben mit mehr als 250 Mitarbeitenden.

Geschlechtergleichstellung und kulturelle Vielfalt

Ein Großteil der österreichischen Unternehmen hat laut EY bereits Maßnahmen zur Förderung von Diversität im eigenen Betrieb umgesetzt oder ist gerade dabei, das zu tun. Bereits vier Fünftel der heimischen Betriebe haben Maßnahmen zur Förderung der Geschlechtergleichheit (82 %) und kulturellen Diversität (78 %) ergriffen.

Deutlich mehr als die Hälfte trifft demnach auch Maßnahmen zur Förderung der Diversität in der Dimension LGBTQIA+ (64 %), etwas weniger fördern sozioökonomische Diversität (58 %). Weit hinten angestellt ist hingegen die Förderung zur Integration von Menschen mit Behinderungen (41 %), heißt es.

Menschen mit Migrationshintergrund

Österreichische Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund nehmen auch ihre Karriereperspektiven im Unternehmen deutlich schlechter wahr: So empfindet laut Studie jeder zweite Befragte ohne Migrationshintergrund die Karrierechancen als gut (50 %), während es bei Menschen mit Migrationshintergrund nur jeder vierte ist (25 %).

Auch die Fairness und Transparenz der Entlohnung beurteilen Arbeitnehmer mit Migrationshintergrund weniger häufig positiv (50 % im Vergleich zu 71 %). Ähnliche Tendenzen zeigen sich auch in den restlichen europäischen Ländern, jedoch deutlich weniger stark ausgeprägt, so EY.

Bernhard dazu: „Wir sind ein Land der kulturellen Vielfalt, knapp jeder vierte Österreicher hat heute eine Migrationsgeschichte. Dieser kulturelle Schmelztopf ist nicht nur die Basis unserer Gesellschaft, sondern auch des Arbeitsmarkts. Gerade in Anbetracht der alternden Bevölkerung dürfen wir uns nichts vormachen: Bis 2040 rechnen Experten mit einem Anstieg der offenen Stellen um 76 Prozent. Die Zuwanderung ist entscheidend für die Deckung dieses Arbeitskräftebedarfs und damit auch des Wohlstands in unserem Land“.

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