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Dokumente prüfen: Linde bringt „Fraud Finder“ nach Österreich

Benjamin Jentzsch ©Caro Strasnik

Legal Tech. Das Tool „Fraud Finder“ aus UK analysiert Dokumente auf Betrug. Mit Unterstützung des Linde Verlags soll es auch in Österreich zum Einsatz kommen.

„Wir kommen ursprünglich aus dem Immobilienbereich, wo wir unter anderem die Bonität potenzieller Mieter überprüfen, um das finanzielle Risiko für Vermieter zu reduzieren“, so Alexander Siedes, der Gründer des britischen Start-ups Homeppl, welches Fraud Finder anbietet. „Ein hoher Anteil der von uns untersuchten Betrugsfälle beruhte auf der Fälschung von Bankunterlagen, und wir erkannten den branchenübergreifenden Bedarf an einem Analyse-Tool für Dokumente aller Art. Das war der Beginn von Fraud Finder.“

„Alleine schon in puncto Aufwand bieten wir einen klaren Mehrwert“, so Harry Foster, Head of Growth bei Fraud Finder, „Um ein Dokument auf Herz und Nieren zu überprüfen, benötigt unsere Software im Schnitt 30 Sekunden. Häufig erhält man das Ergebnis bereits nach zehn Sekunden.“

Die Details

Es gibt demnach zwei Möglichkeiten, die Technologie zu nutzen: Entweder über ein Webportal, in dem Dokumente via Drag-and-Drop abgelegt werden, oder über eine API-Schnittstelle. „Die erste Variante ist vor allem für KMU geeignet, die weniger als 100 Dokumente im Monat überprüfen möchten. Für unsere Großkunden bis hin zur Konzernebene, die mehrere tausend Dokumente im Monat einspeisen, ist die Schnittstelle sicher besser geeignet“, so Foster.

Fraud Finder stellt jene Daten wieder her, die zuvor von Betrügern aus dem jeweiligen Dokument gelöscht wurden. Darüber hinaus werden Änderungen im Schriftbild – beispielsweise nachträglich geänderte Zahlen auf einem Kontoauszug – mittels Font Analysis Test in unterschiedlichen Farben markiert, heißt es weiter. „Fraud Finder authentifiziert die Informationen auf einem Dokument und verwandelt es in eine Source of Truth. Diese Informationen werden automatisch standardisiert, entweder im JSON- oder CVS-Format“, so Siedes.

Linde Digital steigt ein

In Österreich ist die Technologie von Fraud Finder laut den Angaben noch nicht im großflächigen Einsatz. Das soll sich künftig durch die Unterstützung von Linde Digital ändern. Die Tochter des österreichischen Linde Verlags investiert in Start-ups aus dem Legal-Tech-Bereich und hat sich laut einer Aussendung auch an Fraud Finder beteiligt.

„Wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die Fraud Finder im Kampf gegen Betrug eröffnet. Ein vergleichbar effizientes Tool gibt es derzeit nicht auf dem Markt. Entsprechend groß ist das Potenzial, das wir in diesem Start-up sehen – und das wir mit unserer Expertise und unserem hervorragenden Netzwerk stärken werden“, so Benjamin Jentzsch, Geschäftsführer von Linde Digital.

Seit sieben Jahren im Einsatz

Das britische Unternehmen Homeppl entwickelte Fraud Finder als Analyse-Tool zum Nachweis von Dokumentenfälschung und setzt dieses laut eigenen Angaben seit sieben Jahren für die Risikobewertung von Mietern ein. Fraud Finder prüft Dokumente laut den Entwicklern auf 215 verschiedene Betrugsmerkmale und erstellt einen Bericht über die vorgenommenen Fälschungen.

Bei Dokumenten, für deren Bewertung der Algorithmus trainiert wurde, hat die Software laut Homeppl eine Trefferquote von 97 Prozent. Zu ihren Funktionen gehören die Analyse von Schriftarten, die Wiederherstellung früherer Dokumenten-Versionen sowie die Analyse von Strichcodes, heißt es.

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