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Business, Finanz, Recht

So wählen Sie eine Rechtsschutzversicherung aus: FMA gibt Tipps

Helmut Ettl ©FMA

Wien. Die jüngste Ausgabe der FMA-Ver­braucher­informations­reihe „Reden wir über Geld“ analysiert, worauf Verbraucher beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung achten sollten.

Ein verlorener Prozess kann hohe Anwalts-, Gerichts- und Sachverständigenkosten zur Folge haben, und selbst bei einem Obsiegen sind manchmal nicht alle Kosten gedeckt, warnt die Finanzmarktaufsicht (FMA) unter ihren beiden Chefs Helmut Ettl und Eduard Müller in der jüngsten Ausgabe ihrer Verbraucherinformationsreihe „Reden wir über Geld“.

Unter dem Titel „Recht haben kostet“ informiert die FMA darin, worauf Verbraucher beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung achten sollten. Breit und vielfältig sind nämlich die Rechtsrisiken, die durch eine Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden können: Arbeitsrecht, Wohn- und Mietrecht, Schadenersatz- und Strafrecht sind nur einige Beispiele hierfür, so die FMA.

Die richtigen Bausteine auswählen – aber nicht alle

Kaum jemand ist allen rechtlich möglichen Risiken ausgesetzt, dementsprechend bieten Rechtsschutzversicherungen eine Vielzahl unterschiedlicher Rechtsschutz-Bausteine an, die zum einen individuell zusammengesetzt werden können, zum anderen bereits in Paketen zusammengefasst sind. Diese können erweitert oder auch eingeschränkt werden. Hier gilt es laut FMA Doppelversicherungen zu vermeiden, da oft etwa Kreditkarten, Clubmitgliedschaften oder gesetzlich verpflichtende Interessenvertretungen bereits spezifische Rechtsschutzfelder abdecken.

Aufpassen auf Deckungslücken

Besonders wichtig ist laut Finanzmarktaufsicht auch, genau zu schauen, welche Kosten tatsächlich gedeckt sind:

  • Nur die Rechtsanwaltskosten oder auch die Verfahrenskosten,
  • nur vor Gericht oder auch gegenüber Verwaltungsbehörden;
  • sind auch die Kosten für Sachverständige, Gutachten, Dolmetscher und Zeugen enthalten;
  • sind Kosten der Gegenseite inbegriffen, wenn eine Zahlungsverpflichtung erwächst?
  • Welche Rechte und Pflichten kommen dem Versicherten zu: freie Anwaltswahl?
  • Sind bestimmte Arten von Rechtsstreitigkeiten ausgenommen (oft etwa Erbstreitigkeiten; Risiken aus Glücksspiel, Scheidung und Krieg können etwa grundsätzlich nicht versichert werden)?
  • Gibt es einen Selbstbehalt?
  • Bestehen Wartezeiten für bestimmte Rechtsgebiete?
  • Ist die Versicherungssumme mit einem Höchstbetrag gedeckelt und ist dieser gegebenenfalls angemessen?

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